Weiße Briefe von der Deutschen Bank.

Es gab mal Zeiten – gar nicht so lange her – da nahm ich IMMER den Telefonhörer ab. Heute drücke ich auf die grüne Taste – und weiß in 80% aller Fälle wer nach mir verlangt … auch wenn ich die Nummer nicht immer zuordnen kann. Sollte keine Nummer im Display stehen – also ein anonymer Anruf vorliegen – entscheide ich mich spontan in 70% aller Fälle zunächst meinen AB ranzulassen. Soweit das Telefon … hier soll es aber um Briefe gehen. Genau genommen um diese Art Briefe …

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Das ist ein Brief (in mehreren Perspektiven) – Sie ahnten es schon – von der Deutschen Bank. Briefe der Deutschen Bank an uns sehen immer so aus … auch wenn diese keine Werbung sondern z. B. Kontoauszüge beinhalten. Die Deutsche Bank schreibt also anonym. In dieser Liga gibt es andere Spieler, die das genauso machen. Diese „anderen“ nerven dann mit dummen Anzeigen oder Angeboten. Aus diesem Grunde hat es zwischenzeitlich bestimmt schon einige Briefe der Deutschen Bank erwischt: Anonyme Briefe wandern bei uns regelmäßig und verlässlich DIREKT in die Altpapiertonne vor der Tür.

Nach Monaten habe ich meinem Ärger bei der Deutschen Bank Luft gemacht … Lesen fortsetzen

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Über Shitstorms und Blacklists … in der Kommunikation.

Ich habe gerade heute gehört, dass Menschen in meinem Umfeld sog. schwarze Liste führen – tatsächlich. Da stehen Unternehmen drauf, bei denen diese Menschen NIE WIEDER etwas kaufen würden – egal wie gut oder billig das Schnäppchen auch wäre. In diesem Zusammenhang steht auch der „shitstorm“ (dict.leo.org hat keine Übersetzung dafür!!! ich täte sagen „Fäkal-Sturm“). Immer dann, wenn Menschen öffentlich schildern, was Unternehmen auf diese persönlichen schwarzen Listen (Blacklists) gebracht hat, kann es sein, dass mal 100, mal 1.000 aber auch schon mal 200.000 andere Menschen das z. B. auf FB (facebook) „liken“. Und wenn die sich dann verabreden oder einfach auch mal ihre Enttäuschung rauslassen wollen, ja dann kann es fäkalig werden … auf FB …auf der Website des betroffenen Unternehmens … oder sogar im richtigen Leben.

Ich – als Mensch von Fach – möchte mir gar nicht vorstellen was oder wieviel da getan oder investiert werden muss, um das wieder glatt zu bügeln. Und dann sind wir gerade bei einem Sympathie-Faktor von 0. Um ein Produkt zu begehren, es unbedingt haben zu wollen, braucht es da schon eine – sagen wir 11. Aber was soll ich schreiben: Die meisten Unternehmen haben das nicht verstanden … investieren kräftig in Werbung, während Sie von der Zielgruppe parallel einfach so „disliked“ werden. Wie doof …

Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de
Wie schafft es das Unternehmen nun auf Blacklists von Menschen wie Du und ich – sogar meine Mutter hat mit knapp 67 Jahren eine? Ich würde schätzen, dass es zu min. 95% schlechter oder gar kein Service (Kundenservice)ist, der dazu führt. Schizo ist, dass Unternehmen ob der immer niedrigeren Preise eben dort – am Service – zuerst gespart haben und es immer weiter tun. Krass, oder?

Huch – ich stelle gerade fest, dass Lesen fortsetzen

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XING auf Ideensuche …

(Nur um beim Namen vorzubeugen: …) CrossING … sucht neue Mitarbeiter. Immer mal wieder. Ist ja an sich nichts Schlechtes – wenn diese Suche nicht (wie bei anderen Unternehmen) rein als Kommunikationsplattform genutzt wird. Frei nach dem Motto „Wer Mitarbeiter (m/w) sucht, bei dem muss das Geschäft ja florieren“ suchen diese keine Mitarbeiter … wirklich nicht!

Nun unterstelle ich mal, dass XING tatsächlich sucht. Allerdings haben die Menschen der Human Ressources Abteilung eine neue Hürde eingebaut …

(c) XING Stellenausschreibung Web
(c) XING Stellenausschreibung Web

… oder sollte das ein genialer Trick sein, um an neue, frische Ideen zu kommen? Pitches um den Werbeetat von Firmen haftete es ja schon immer an, dass diese auch zum Ideenklau genutzt werden würden … da gab es meist aber ein bißchen Geld. Und jetzt das: Bewerbung nur mit Idee – mindestens einer! Auch für den parallel ausgeschriebenen „Senior Manager Business Development (m/f) Premium Memberships and Partnerships“ wird das gefordert!

Nur: Wer tut so etwas Lesen fortsetzen

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Schwer an- … und daneben gefasst

uschi dreiucker/pixelio.de
uschi dreiucker/pixelio.de

Wenn Medien berichten … ist das ja auch Kommunikation, oder? Also schreibe ich darüber … auch wenn ich weiß, dass das hier wahrscheinlich mein kürzester Beitrag wird:

Die Medien – so auch Tina Hildebrandt auf der Titelseite der DIE ZEIT No. 6 – schreiben über den Fall Brüderle. Warum? Für mich eines der Paradebeispiele für eine Kommunikation der Medien, die keine, absolut keine Verbindung zur Bevölkerung hat. Kein Mensch interessiert sich für diesen Fall, dennoch spielen die Medien ihn unendlich hoch. Was soll der Quatsch, liebe Frau Hildebrandt? Ich spekuliere jetzt nicht über die Beweggründe, die es sicher gibt …

Na ja, immerhin hilft die Debatte die FDP und ihre Mannen weiter so darzustellen, wie es nötig ist – zu zeigen, dass Sie – meiner Meinung nach – seit dem Fall Misstrauensvotum Schmidt, eben zurecht die gelbe Farbe der Bananenpartei trägt. Also … weitermachen! Oder diskutieren wir zur Abwechselung mal darüber?

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Butter bei die Fische … über Persönlichkeit!

Kennen Sie das auch? Sie kommen in ein Restaurant, ein Geschäft, ein Hotel, … und stellen fest, dass die Dame oder der Herr, der hier die Verantwortung trägt sehr zugewandt, freundlich und zuvorkommend ist?! Nun nicht immer, aber dort wo es so ist, da besteht die Gefahr, dass Sie zum Stammkunden werden, oder? Ich finde es gut, wenn jemand mitdenkt, sich freut mich zu sehen und in all der Beliebigkeit unserer aktuellen Zeit ein kleines bisschen Individualität schafft. Sicher ist das ein Geheimnis für Erfolg … Individualität schaffen, authentisch sein.

Jetzt spreche ich mit vielen Menschen über den Internetauftritt Ihres Unternehmens. Im Rahmen dieses Gespräches schauen wir uns oft auch den Wettbewerb an. Und was stellen wir fest: Menschen sehen wir selten. Persönliches lesen wir kaum. Und Geschichten sind Mangelware. Irgendwie wird all das im Internet immer vergessen. Komisch eigentlich – gerade diesem Medium tut doch etwas Persönliches sehr gut. Und warum sollte der Internetauftritt anders als das reale Unternehmen sein? Aus einem mir nicht bekanten Grund, tritt hier eine sehr schizophrene Haltung an den Tag, die das Internet vom realen sein mehr als nötig trennt.

Auch meine Kunden sind in diesem Punkt nur sehr schwer zu bewegen … Sie stimmen mir zwar in meinen Gedanken und Überlegungen zu, tun sich dann aber auch sehr schwer etwas Persönliches für die Internetsite mit mir zu entwickeln.

Mein Aufruf und gleichzeitig Rat für heute: Nicht nur Butter zu … Lesen fortsetzen

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HDI, Debeka, Axa, … werben: JA! Versichern: weniger!

Da dachte ich immer die Kernkompetenz einer Versicherung ist … ja … versichern. Vielleicht würde ich noch „werben“ mit in die Kompetenzliste aufnehmen … da machen die viel, wenn auch nicht viel Gutes. Nach dem Donnerstag der letzten Woche und dem Dossier „Im Stich gelassen“ der aktuellen ZEIT (No. 2 / 03.01.2013 zeit.de) weiß ich jetzt, dass versichern sicher nicht zu den Kernkompetenzen von HDI, Allianz, HUK, Deutscher Ring, … und wie sie alle heißen zählen. Werben werden diese allerdings auch weniger … – zumindest in Titeln der Holtzbrinck-Gruppe – wohl nicht mehr. Schade, konnte ich diese doch für den einen oder anderen Artikel nutzen.

(c) K. F. Domnik pixelio.de

Ich erspare Ihnen Ihnen jetzt die erschreckenden, peinlichen und wirklich himmelschreienden Details, die im besagten Dossier behandelt sind. Auf den Punkt: Schäden über Euro 10.000.- scheinen sicher von diesen Versicherungsgesellschaften vor Gericht gebracht zu werden … um Zeit zu gewinnen, Geschädigte versterben zu lassen, den Versicherungsnehmern schnell und effektiv das Geld für weitere Prozesse abzugraben, …. Es berichten Insider, Überläufer und Geschädigte. Und wenn auch nur 20% der Recherche stimmen, sollten Sie noch vor der Schadensmeldung über Euro 10.000.- einen entsprechenden Fachanwalt einschalten, der das für Sie übernimmt. Damit die Gegenseite (obwohl ja MEINE Versicherung) gleich weiß wo der Hammer hängt.

Also … setzen Sie in Zukunft bitte … Lesen fortsetzen

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Service? Verdammt … ja!

Ich hatte ja ein positives Beispiel versprochen … im Moment will es – wer auch immer – so, dass ich sehr viele Gelegenheiten habe, Kundenservice zu erleben. Ohne in die Details zu gehen: Stadtwerke Geesthacht: Mangelhaft | Elektronik Star: Mangelhaft | Geox … wie hier zu lesen: Mangelhaft. Ich höre schon wieder Heerscharen von Arbeitnehmer, die von der Kündigung bedroht sind … und NATÜRLICH nichts dafür können, dass das Unternehmen in Schieflage geraten ist. Der Kundenservice kann doch nicht verantwortlich sein … oder?

Jetzt aber der Lichtblick in dunkler Service-Nacht:

Wir haben unsere alte Nikon D70 an meinen Schwager verkauft … schöne, solide SLR mit nicht viel Schnick-Schnack und gutem Objektiv. Und wie das dann so ist, zeige die Kamera plötzlich Aussetzer im CF-Kartenschacht. Bei uns nur wenig, bei meinem Schwager dann pausenlos. Super … eine Kamera mit knapp 20.000 (von geplanten 100.000) Auslösungen, die wir als Arbeitspferd und hochqualitativ einschätzten mit einem solchen Fehler. Der Nikon-Service-Point in Hamburg meinte am Telefon, da wäre mit Kulanz nichts zu machen.

Na, ich dachte dann … Lesen fortsetzen

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Commerzbank. Die Bank in ihrer Pleite?

Ich erzähle aus dem Leben: Vor dem Fernseher sitzend und aus versehen einen Werbeblock erwischend. In einem Spot ist von „Bank“ die Rede. Ich rätselte kurz mit meiner Frau … kommt ja ganz dynamisch, offen daher und vermittelt die richtigen Ansätze. Das könnte die Ethik- oder GLS-Bank sein … dachten wir. Wobei … die geben eigentlich kein Geld für einen so aufwändigen Spot aus. Dann das kurze Gefühl „Das ist gar keine Werbung, das ist „Switch reloaded““. Denn … der Absender des Spots ging gar nicht! Es ist die Commerzbank AG … und in meinem Dasein habe ich selten eine Präsentation erlebt, die derart schlecht und unauthentisch zu einem Unternehmen wie diesem passte. Bahhhh. Wir fühlten uns verladen und belogen. Das ist statt guter Kommunikation wirklich sehr gute Comedy. Schauen Sie auf deren Homepage mal rein, hier nur als Eindruck drei Screens von der Website – alle Rechte natürlich bei der gelben Commerzbank:

            

Heute las ich in der aktuellen ZEIT einen Artikel über „Angstfurt“, … Lesen fortsetzen

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Geox atmet … und riecht womöglich nach Selbstzufriedenheit?

Ist schon ein Weilchen her seit dem letzten Artikel … dafür gibt es heute gleich zwei. Starten möchte ich mit einem schönen und klassischen Kommunikationsfall … diesmal von der werblich omnipräsenten Schuhmarke GEOX.

Screenshot Online-Shop (c) bei Geox

Meine kleine Tochter hat(te) einen schönen Geox-Winterstiefel. Der eine Reißverschluss tat es nach kurzer Zeit nicht mehr so recht … sie brauchte als 7 jährige schon einige Kraft und Geschick diesen selbst zu schließen. Gestern morgen nun … segnete den Reißverschluß das Zeitliche … nach rund 30 Nutzungstagen. Für einen Qualitätsschuh ja nicht wirklich viel … dachte ich. Also flugs an den Geox-Kundenservice geschrieben – den es tatsächlich gibt (kundenservice@geox.com).

Hier nur die Antwort – von dem oder der Unbekannten:

Guten Tag Herr Selaff,
vielen Dank für Ihr Interesse an der Marke Geox.
Wir bedauern sehr, … Lesen fortsetzen

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Über Sein oder Nicht-Sein … von Beziehungspflege.

Ein alter Freund von mir möchte eine Expertenmeinung und –erfahrungen in Sachen „networking“ von mir. Hilft mir „networking“? Wann hat mir „networking“ das letzte Mal einen guten Geschäftskontakt gebracht? Was halte ich vom „networking“? Hat „networking“ überhaupt Zukunft?

Ich persönlich versuche Begriffe verständlich und möglichst deutsch auszudrücken – das hilft oft auch Dinge klarer zu sehen. „Networking“ … das war für mich NetzARBEIT. ARBEIT, keine einfachen Gespräche, nichts was ich mal eben so bei einem Branchentreff von Stapel lassen kann, etwas das strategisch vorbereit und geplant sein will. Überhaupt … ist diese NetzARBEIT eigentlich real oder ausschließlich virtuell?

Ich habe nachgeschlagen … da kommt dann „vernetztes Arbeiten“ oder – wie in der Überschrift „Beziehungspflege“. Als ich „networking“ das erste Mal von diesem alten Freund hörte, darüber nachdachte, kam mir als erstes mein fast 16jähriger Sohn in den Sinn. Als „Digital Nativer“ (bitte deutsch lesen) macht er dieses „networking“ über facebook, youtube und die Whats App. Bei ihm ist das … Lesen fortsetzen

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MAR … das neue, alte CRM?

Mensch … Abkürzungen sind doch ein Graus. Vor allem dann, wenn der Gegenüber nicht mehr anders kann als diese zu nutzen, voraussetzend, dass deren Kenntnis gottgegeben ist und vielleicht noch so tut als käme sein Gegenüber vom hinter dem Mond weg, weil er z. B. MAR nicht kennt. Unsere Welt ist schon schräg und es werden Dinge akzeptiert, die stark hinterfragt werden sollten. Und … kennen Sie MAR? Tja, wenn nicht, müssen Sie leider erstmal weiterlesen …

M A R

Ich nahm jüngst einige Kooperationsgespräche war. Nach längerer Pause wohlgemerkt. Ich hatte den Eindruck, dass immer häufiger versucht wird Dinge, Erscheinungen, Verhalten und vieles andere in systemische Zusammenhänge zu pressen – und so vermeintlich einfacher fassbar zu machen. Wenn ich darstehe und auf die Frage … Lesen fortsetzen

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Wir sind ergo sind wir … nachhaltig?

Wieder mal eine Anzeige. Die hatte ich in der letzten Woche schon in der ZEIT entdeckt … aber nach dem Kurzstudium überblättert. Diese Woche ist sie wieder drin! Vermutung … sie wollte unbedingt in diesen Blog! Bitteschön …

BILDUNG | NÄCHSTENLIEBE | STROM

… ist die thematische Struktur des Textes. Nicht ganz … am Anfang ein wenig Nachhaltigkeits-Blah und am Ende Nachhaltigkeitsaufzählungen. Sind denn jetzt die Themen Bildung, Nächstenliebe und Strom die Kernthemen einer Versicherung? In dieser Reihenfolge? Warum wird Nächstenliebe von Bildung und Strom gerahmt?

Ich suche diese Anzeigen heraus – wie immer ehrlich und direkt geschrieben – weil ich die Inhalte nicht so recht glauben kann und verstehen möchte, warum die Anzeige so und nicht anders gestaltet worden ist! In dieser Anzeige habe ich mich im wesentlichen gefragt, wer die Menschen im Bild sind, warum die dort abgebildet sind? Wer stellt sie dem Betrachter vor? Immerhin nehmen diese 50% der Anzeige in Anspruch. Tja?!

Ich habe mal über LOHAS gehört, die ja zweifelsohne Ziel dieser Anzeige sind, dass es einen Ego-(nicht Ergo-)Benefit in solchem Material geben muss! Warum sollte ich Policen von ergo abschließen … was habe ich davon? Das 0,0001% meiner Vertragsprovision in Bildungsprojekte gehen? Hilft anderen, aber nicht mir! Und dann steht da etwas von „80% der konzernweiten Investitionen in Aktien und Anleihen genügen nachhaltigen Kriterien“ … das ist viel, aber hier nur einen Nebensatz wert. Komisch. Die GLS-Bank schafft eine solche oder vielleicht eine höhere Quote, aber ergo? Wo haben die denn ein so breites nachhaltiges Spektrum her? Ist ein Aktienunternehmen dann für ergo nachhaltig, wenn es einen Nachhaltigkeits-Report veröffentlicht? Das fühlt sich alles nicht nach Fleisch am Knochen an.

Auf der Anzeige selbst finden Sie weitere Hinweise und Fragen … eines kommt aber immer am Ende eines solchen Beitrages … etwas was schwierig ist, aber normal sein sollte, … etwas was die Glaubwürdigkeit belegt oder eben das ganze Nachhaltigkeits-Getue sofort in Luft auflöst: Wenn Sie das nächste Mal einen ergo-Vertreter (vielleicht einen aus dem Bild) treffen, fragen Sie ihn bitte nach der Nachhaltigkeitstrategie von ergo … und nach Beispielen für die 80%. Noch einfacher: Rufen Sie einfach mal ergo an und fragen Sie nach diesen Dingen. Jetzt!

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Mutige Expeditionen nach Übermorgen …

… können Sie mit uns gemeinsam auf den

in Deutschland vom

24. bis 27. März 2012

unternehmen. Ich werde als einer der Kuratoren der Veranstaltung auch dort sein.

Die Veranstaltung an sich ist höchst kommunikativ und auf den intensiven Austausch unter den Teilnehmer sowie mit den Referenten angelegt. Wer möchte kann eben aktiv mitmachen und nicht nur passiv erleben. In Sachen Kommunikation ist Michael Gleich einer der Referenten und spricht über seine Utopie in Sachen Journalismus und Medienberichte. Weitere utopische Expeditionen: … wird es in den Bereichen soziale Gerechtigkeit und Wirtschaft (Grundeinkommen, Geld) vertreten durch Susanne Wiest und Prof. Dr. Margrit Kennedy, Religion / Kirchen / Glauben vertreten durch Imanin Halima Krausen und Dr. phil. Christoph Quarch, Medien (Berichterstattung, Glaubwürdigkeit) vertreten durch Michael Gleich und Erziehung / Bildung vertreten durch Prof. Dr. phil. Tanja Pütz geben.

Neu und wirklich mit am spannensten an diesen Expeditionen: Die Vorträge werden immer von neuer Musik gerahmt, die hier uraufgeführt wird.

Seien Sie dabei: 2. Tage der Utopie

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Cluetrain … ist zurück … war nie weg … ist immerda?

Die neue Brand eins „Ich will Dich“ sprach mit David Weinberger und Doc Searls. „Habt Geduld“ lautet der Titel … und natürlich muss ich dazu etwas schreiben. Hey es ist Cluetrain, der Zug der Schlüssel, ich liebe Cluetrain!

Wer jetzt nicht weiß wovon ich schreibe und dennoch in den Artikel geraten ist … bei iTunes gibt es aktuell „The Cluetrain Manifesto“ für gratis zum download.

Die beiden Protagnisten glauben in der Brand eins, dass sie richtig gelegen haben mit ihren 95 Thesen … würden heute einige ein wenig verändern … im Grundsatz würden diese aber noch immer gelten.

Und wie sehen wir das?

Nun, wenn wir uns die gescheiterten anschauen … Karstadt, Quelle, Nokia, Kodak, AOL, Yahoo, Brockhaus, … sind sie auch gescheitert, weil sie ihren Kunden nicht richtig zugehört haben? Sich zu sehr mit sich selbst, ihrer Habgier beschäftigt haben? Und auf der anderen Seite: Sind Apple, Google, Facebook, Ikea, Holister, Twitter, Lufthansa, BMW, VW, McDonalds, amazon, … so erfolgreich, weil sie mit ihren Kunden sprechen, sie ernst nehmen, mitreden lassen?

Tja … gerade habe ich gehört, dass die ARD auf der Facebook-Seite zur neuen Gottschalk Frühabendshow jede Menge Zensur betrieben hat, indem massenweise kritische Beiträge gelöscht worden sind. Ist das schlau so etwas zu tun? Das ist ein Anfang vom Ende und ein klassisches Beispiel von „Null-Peilung“ … das kann man nicht wieder gut machen, dieses Vertrauen ist definitiv für immer verloren … durch einen Klick auf die Löschen-Taste!

Ich glaube, dass wir immer noch mitten im Anfang leben. Das Internet ist und wird mächtiger als wir es im Moment noch erleben. Die „Digital Natives“ nutzen „es“ schon jetzt total anders … und das ist die kommende Generation. Wir alten Säcke – da beziehe ich mich mit ein – können da nicht ansatzweise mithalten … vielleicht die Geschehnisse staunend wissenschaftlich untersuchen und dokumentieren. Das wird noch voll abgehen und auch die wenigsten der o. g. erfolgreichen Unternehmen sind ansatzweise für diese „neue Zeit“ aufgestellt. Hinter einige Kulissen schaue ich … Automobilhersteller kümmern sich noch recht wenig um ihre Kunden und deren Wünsche. Ja, sie können heute jedes einzelne Fahrverhalten analysieren … jede Fahrt nachverfolgen und ihre Schlüsse für Entwciklungen daraus ziehen … auf der rein kommunikativen Ebene aber sind weder die entsprechenden Marketing-Abteilungen noch die Verkäufer (face-to-the-customer) aufgestellt. Auch wenn ein durchschnittlicher 5er vom BMW bereits heute min. 2 SIM-Cards intus hat, mit denen die Insassen nicht telefonieren.

Viele der Firmen, die uns umgeben, deren Kunden wir sind, haben noch nicht verstanden, dass digitale Wirtschaft nicht bedeutet, dass das persönliche Gespräch damit überflüssig wird … im Gegenteil. „Es geht um Gespräche, die mit menschlicher Stimme geführt werden.“ … gerne per eMail, als Tweet oder wie auch immer … aber eben auch am Telefon oder Face-to-Face … und zwar nahtlos. Ich will das Gefühl haben mit einer Firma mit der ich Geschäfte mache zu jeder Zeit auf allen Kanälen sprechen zu können … und ich möchte das alle Menschen, die dann mit mir kommunizieren (im Idealfall nur einer) auf den selben Stand sind. Ich möchte diese Menschen auch danach fragen können, was mir die letzte Werbung im Radio oder im TV sagen sollte und für was die gut war! Auch möchte ich, dass diese Menschen aus dieser Firma wissen, was ihre Chefs so hier und da zum besten geben, mit welchem Hintergrund sie das tun und was diese Äußerung konkret für mich als Kunde bedeuten. Das macht dann kein eingekauftes Call-Center mehr … weil solche Call-Center total überflüssig sind. Wie so vieles andere im state-of-the-art Werbe- und Marketinggetue auch … aber eben nicht die Menschen. Die Menschen, die mit mir reden und um mich und meine Anliegen wissen. Aber ich fürchte, die müssen erst wieder eingestellt werden, diese Menschen … und nicht in alter Tradition, sondern in neuer … mit der Verpflichtung im Arbeitsvertrag, dass das Gespäch mit Kunden die allerhöchste Priorität genießt. Egal was kommt.

Also „Ich will Dich …“ … Cluetrain!! Und ich habe Geduld … und Ideen und Ansätze! Und ich weiß, dass es noch viele andere Firmen in ihrer Beschäftigung mit sich selbst in den Grundfesten erschüttern wird! Habt nur Geduld … auch über das Jahr 2012 hinaus. Die Zukunftsfähigkeit ist auf dem Prüfstand!

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Chancen für die letzten Single-Bells

Bald ist Weihnachten … Zeit der Besinnlichkeit … vielleicht auch Besinnung auf sich selbst? So am Jahresende schreibe ich einen Artikel zur persönlichen Kommunikation … so als Abwechselung. Und warum … es gibt ja meist ein Anlass, der Artikel hervor bringt, oder? Nun ich habe in der letzten Woche mal einen Einblick in die Single-Börse „friendscout24“ erhalten und habe mir dort einige Profile angeschaut. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt „Kommunikation“ habe ich mich stark gewundert. Da ging es schon mit den Bildern los …
 

(r)_Wolfgang Dirscherl_pixelio.de
… warum sehe ich auf dem Bild nur ein Auge? Oder einen Blitz im Spiegel? Warum total gestellte Spaßfotos oder gar Passfotos? Das erste was ein potentieller Partner von mir in einen solchen Börse sieht, ist ein Foto … DAS Foto. Dieses Abbild entscheidet darüber, ob ich in dieses Profil hinein schaue … oder eben nicht. Da meine 50 km Umkreissuche bereits weit über 200 Treffer generiert hat, ist das auch eine logistische Herausforderung – über 20 Seiten heiratswillige Frauen – oh Mann. Hier entwickelt auch der einfachste Charakter Regeln und Filter … und der erste Filter ist … DAS Foto. Warum machen sich tausende von Singles darüber keine Gedanken? In diesem Zusammenhang gibt es dann solche, die sich keine Mühe geben wollen und sich sagen „ich will erscheinen so wie ich bin, wie ich mich fühle“. Ist ok, aber nicht wundern, wenn sich kein Schwein meldet. Dieses Foto hat schon eine sehr ausgeprägte kommunikative Aufgabe … sollte natürlich nicht lügen, darf den Besitzer aber gerne attraktiv und schön zeigen. Es geht hier in erster Linie darum, Menschen auf mein Profil aufmerksam zu machen, den Klick hinein zu provozieren. Mehr nicht.
 
Wem das bisher nicht so richtig klar war … Lesen fortsetzen

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Von den GROßEN lernen … und vorest scheitern?

(r) Jeanne Müller pixelio.de

Ich war mal in der Schule. Dann habe ich gearbeitet … in einem wissenschaftlichen Umfeld. Da ging es auch viel um Diplomarbeiten und andere wissenschaftliche Ausarbeitungen. In diesen 2-3 Jahren sind einige Dinge ins Blut übergegangen … in mein Blut: Wie ist eine Diplomarbeit aufgebaut, wie zitiert man, wie wird formatiert, …. Heute – 20 Jahre später – kann ich auf diese Dinge noch immer zurück greifen. Und ich bin da sicher kein Sonderfall … eher die Regel.

Jetzt geht es wieder um Kommunikation: Ich habe Mist gebaut, mich dann auch dafür entschuldigt (auch wenn es nur wenige gehört haben), bin von all meinen Ämter zurück getreten und habe sogar Deutschland verlassen … für meine Familie. Um Ruhe zu haben. So 2-3 Monate war wirklich diese Ruhe um meine Person. Dann suche ich mir eine renommierte Zeitung mit einen eloquenten Chefredakteur und schildere den gesamten Vorgang nochmals aus meiner Sicht der Dinge. Natürlich nicht ohne zu bereuen, Fehler en gros einzuräumen und nicht ohne dass ich die Frage nach dem obligatorischen Ehrenwort zum Thema „[…]Haben Sie diese Arbeit wirklich alleine verfasst? […]“ (1 – Zitat sinngemäß) mit einem klaren und eindeutigen „JA“ beantwortet habe. Und natürlich gibt es einen ganzen Haufen von Erklärungen, die ich gleich mitliefere – warum Widersprüche zwar da sein könnten, aber eben jeglicher Grundlage entbehren würden!

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht … aber mich macht so etwas fertig! Ich kann mich an Herrn Barschel erinnern, an Clinton, bin es gewohnt mir zu Fragestellungen selbst ein Bild zu machen und weiß auch – und das ist vielleicht die Quelle aller Verwirrungen – das der Mann von dem hier die Rede ist, nicht doof ist. Irgendwie will er uns aber weiß machen, dass er eben dieses war. Und der Vater seines Doktors … fand das eben nicht und gab ihm die Bestnote! Eine Bestnote! … um nochmals zurück zu schauen … damals wurde im Umfeld von Bestnoten sehr genau geschaut. Damals.

Warum dieses Buch, dieses Interview (2)? Und dann der Titel „VORERST gescheitert“! Das alles sieht sehr inszeniert, gut beraten und eben sehr geplant aus. Was auch immer es ist … es ist nicht authentisch, nicht generisch, es kommt nicht von Herzen, setzt nicht auf Dialog … und ist damit keine gute Kommunikation. Der Masse wird es gefallen … aber das war ja vorher zu sehen … oder erinnern Sie den vorhergehenden Artikel zu Reaktanz nicht mehr?

Um der Wissenschaft genüge zu tun:
(1) + (2): Interview mit K.-T. zu Gutenberg in der Zeit Nr. 47 / 2011 mit Blick auf sein Buch „Vorest gescheitert“

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Ohne Reaktanz … wären wir alle Gemüse!?!

… schreibt Harald Martenstein im Dossier der ZEIT No. 46 mit dem Titel „Der Sog der Massen“.

(r) thraniwen pixelio.de

Als ich den Artikel las, schlich sich ein Gefühl, eine Frage bei mir ein: Steht meine Beobachtung, dass sich immer mehr Menschen sich von ihrem SELBST entfernen, so leben, wie die Gesellschaft es scheinbar wünscht („Ich will hipp sein!“), unauthentisch werden, gar im Zusammenhang mit dem MAINSTREAM. Ist meine Beobachtung gar fehlender oder stark zurück gehender Reaktanz geschuldet? Gemüseverwerdung der Menschheit?

Wir tun das ganze Gegenteil von dem, was eigentlich unserer Tun sein sollte, eben nicht das was von uns erwartet worden wäre. Das ist REAKTANZ, erstmals von Jack Brehm 1966 als Beschreibung für ein solches Vorgehen benutzt. Damit ist Reaktanz auch ein Bocken und Blocken gegen Verbote, übermäßigen Druck oder andere Repressalien. Auflehnung gegen und ausscheren aus dem Mainstream, aus der Meinungsautobahn der Gesellschaft und ausscheren auch aus dem Unauffälligem, dem Einfachen.

Es gibt in diesem Zusammenhang auch eine kleine Reaktanz-Forschung, die Martenstein in seinem Artikel erwähnt: Einer Gruppe werden 4 Linien gezeigt, von denen zwei eine identische Länge aufweisen. Die Linien 3 und 4 sind komplett unterschiedlich lang … auffällig unterschiedlich. Jetzt werden die Testpersonen nach ihrer Wahrnehmung gefragt, wobei einige mit dem Testleiter zusammen arbeiten und behaupten, dass alle 4 Linien natürlich gleich lang sind. Obwohl das nicht stimmen kann, schließen sich IMMER min. ein Viertel der unabhängigen Versuchspersonen dieser Meinung der 4 gleichlangen Linien an … niemand weiß warum! Sicher hatten Sie auch schon ähnliche Erlebnisse in die eine oder andere Richtung … wie z. B. das eigentlich niemand die Bild-Zeitung liest, oder? Eine Milliarde Fliegen frisst Scheiße – eine Milliarde kann sich nicht irren!

Wenn wir jetzt nochmals auf die Überschrift reflektieren … kommen wir zurück zur großen Masse, zum Mainstream, der nicht reaktant ist und den wir auch als Gemüse (ohne Gehirn?) bezeichnen könnten? Wenn einer nicht reaktant sein will, unterwirft er sich bitte der drei Schwarm-Regeln: Der Mittelpunkt dient als Orientierung und gibt Deine Richtung vor. Keine Zusammenstöße mit anderen Schwarmmitgliedern. Bewege Dich gemeinsam mit Deinem Nachbarn. Fertig! Die Schwarmfeigheit ist Reaktanz und damit die Nichteinhaltung der drei Schwarmregeln.

So … und was hat das jetzt mit Kommunikation zu tun? Nun, wenn Sie mit Menschen kommunizieren oder dialogisieren möchten, gilt es diese Zustände zu berücksichtigen. Sollte sich Ihre Zielgruppe aufgrund fehlender Reaktanz oder fehlender protagonistischer Reaktisten bereits zum Großteil in Gemüse verwandelt haben … Schwamm drüber. Haben Sie überdurchschnittlich viele Reaktisten unter Ihren Kunden … tja dann könnten Sie richtig aus dem Vollen schöpfen. Nur … bitte dann richtig!

Kennen Sie Crumpler? Oder Makita? Crumpler ist hipp – aber anders. Makita ist konsequente Qualität. Beides ist im Moment noch nicht Mainstream. Und Holister? Hipp ganz sicher, anders auch. Wiel viel Reaktanz schwinkt in diesen Marken und deren Kommunikation mit? Oder ist das schon Mainstream – wenn auch noch nicht in Deutschland? Menschen die diese Marken kaufen – behaupte ich einfach – möchten sich abheben oder ein Produkt kaufen, auf das sie sich total verlassen können, dem sie vertrauen. Hilti ginge für Handwerker auch. Apple ist heute Mainstream … wobei der Marke oder ihren Gründern noch ein wenig Reaktanz anhaftet. Aber Apple war auch schon Non-Mainstream. Für mich sind diese Marken spannend. Spannend auch deswegen weil die Lenker hinter diesen Marken auch verrückt bleiben könnten, weil sie gar nicht Mainstream sein möchten. Oder weil sie – ganz unabhängig von der Entwicklung – einfach Qualität bleiben wollen. Oder beides?

… und natürlich haben diese Themen allesamt auch etwas mit LOHAS, Zukunftsfähigkeit, Dialog, Vertrauen, Transparenz und Innovation zu tun … sehr viel sogar. Es gibt eben nicht soviele Muster im Menschsein und auf Erden.

Ich bin Reaktist … ich habe eine starke Abneigung gegen den Mainstream, gegen Massen und Dinge die diese Massen hervorbringen. Ich stehe gerne auf dem Berg und beobachte den Schwarm … nur wenn dieser in Zukunft mehr und mehr aus Radischen, Kohlrabi und Rudel voller grüner Gurken besteht … dann wird es einsam auf diesem Berg. Sehr einsam. Und Sie … Reaktist oder Rosenkohl?

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(Wahrer) Dialog – essentieller Bestandteil der Zukunftsfähigkeit?

„Ich muss meinem Gegenüber meinen Standpunkt ganz klar machen, ihm zeigen wie die Dinge wirklich liegen, all mein Wissen einsetzen, damit der merkt, dass er im Grunde keine Ahnung hat.“ – „Lieber Kunde, kann sein, dass Sie recht haben, unsere Systeme hier sagen mir aber etwas anderes. Ich kann da nichts machen.“ – „Tut mir Leid, wenn ich Sie unterbreche, aber ich denke wir können das abkürzen … ich glaube Ihre Geschichte passt nicht so Recht zum Thema.“ – „Sie wollen mir etwas ankreiden? Na dann sollten Sie vielleicht erst mal vor der eigenen Türe kehren, erinnern Sie sich an Ihren massiven Fehler von vor zwei Wochen, da haben Sie …“.

(c) G. Altmann pixelio.de

Sind das Beispiele für wahre Dialoge? Eindeutig ja, ereignen sie sich doch so oder ähnlich millionenfach in der westlichen Welt im Austausch zwischen Menschen. Der eigene Standpunkt ist das Wichtigste, seine Sache durchzudrücken, Angst einflössen, Recht haben, nicht verlieren, Macht ausüben und den Gegenüber verunsichern … sind nur einige der Motive für ein solches Verhalten.

Um wahren Dialog soll es in der Tat in diesem Beitrag gehen – allerdings auf der diametral anderen Seite zwischenmenschlichen Austausches. In dem vorhergehenden Artikel zur Mutta-Morgana ging es um Kommunikation von Unternehmen und die Tatsache, dass Unternehmen eigentlich an einem Dialog mit Ihren Kunden interessiert sind. Und warum? … weil es im Dialog möglich wird, wichtige Informationen vom Kunden zu erhalten und ihm selbige zu geben – und zwar individuell und nicht mit der Gießkanne. Das Facebook, Twitter & Co. für einen solchen wahren Dialog gute Instrumente sind, hat nur bisher kaum ein Unternehmen verstanden. Wie auch auf den klassischen Kanälen wird in diesen Social xyz gesendet was das Zeug hält … eine Einladung zu einem Dialog sucht der geneigte Kunden vergebens. Ich selbst habe einige Unternehmenstweets und -facies abonniert. Da lese ich dann von neuen Schuhen, neuen Flugzielen, Angeboten, … keiner fragt mich danach was für Schuhe ich im Moment benötige, welche Art von Reisen mich warum interessieren oder nach was ich genau im Angebots-Dschungel suche. Fehlanzeige! Warum hätte das auch anders sein sollen … bei so hoch bezahlten Marketeers, Werbern und Strategen. Halten wir fest … Ziel im Social xyz deutlich verfehlt.

Jetzt steht im Titel auch noch etwas von Zukunftsfähigkeit. Tja, … was hat es damit auf sich? Eigentlich ist eher der Begriff Nachhaltigkeit hipp, von Zukunftsfähigkeit sprechen wenige … dafür auch einige Prominente wie Hans-Peter Dürr. Es geht nicht um Nachhaltigkeit alleine und eben diese kann nicht alleine stehen sondern nur zusammen mit den Bereichen Wissen und Innovation, die von den Katalysatoren Vertrauen und Transparenz beeinflusst werden. Ohne hier ins Detail zu gehen – das tun wir später einmal – findet sich das heutige Thema „wahrer Dialog“ in einem dieser Katalysatoren … im VERTRAUEN.

Mit seinen Kunden sprechen … bahh werden da viele denken. Wieso sollte ich mich dazu herab lassen? Dafür gibt es doch Callcenter und so …. Nun, hier gilt die uralte Regel „Wer A sagt muss auch B sagen!“ Wer denn Facebook und Twitter für sich nutzen will, wer sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt und vor allem wer denn in 5 Jahren noch mitspielen will, der muss sich mit seinen Kunden unterhalten. Nichts Neues … auch das Cluetrain-Manifest wußte das 1999 schon. Dieser wahre Dialog ist die Basis von Vertrauen und stärkt damit einen wichtigen Katalysator im Zuge der Sicherung der Zukunftsfähigkeit einer Unternehmung. Wir haben in diesem Themenfeld einen Benchmark-Test entwickelt, der sich eben an diesen Faktoren orientiert und eine Selbsteinstufung ermöglichen … ein wichtiger Schritt, wenn man sich im Zuge von Projekten dem Thema Zukunftsfähigkeit widmen will und entsprechend Fortschritte nachhalten will.

Ein großes Thema, in dessen Rahmen weitere Beiträge folgen werden …

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Die Job- & Fachkräftemangel-Mutta Morgana

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Fata Morgana ist einfach … kennt auch jeder. Das hier ist anders – wird anders.

Der Artikel „Die Fata Morgana“ aus der aktuellen Brand eins Heft 10 2011 hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. „In Unternehmen und Verbänden wird gern über Fachkräftemangel geklagt. Wer ihn sucht, stellt allerdings fest: Es gibt ihn gar nicht!“ Mich wundert das nicht … alle, die aktiv in Jobbörsen und Stellenanzeigen unterwegs sind wohl auch nicht. Eigentlich sollten die Zeiten zurück sein, in denen man sich als Fachkraft mit einer Postkarte erfolgreich bewerben konnte … ist aber nicht so. Schließlich brauchen Personalabteilungen weiterhin eine Daseins-Berechtigung und kommen sicher nicht so schnell von Ihrem Thron herunter – oder besser formuliert – die lauwarme Wanne reicht ihnen.

So findet die Brand eins keinen Mangel an Fachkräften und auch keine Signale, dass sich solche Firmen, die Fachkräfte benötigten sollten sich neue Strategien oder eine entsprechende Flexibilitäten zulegen, um ihre Attraktivität zu steigern. So sind die meisten nicht der Lage auf eine einfache Anfrage eines Fachhochschulabgängers „Bitte geben Sie mir nähere Informationen, welche Perspektiven mir Ihr Unternehmen bieten kann. […]“ zu reagieren. Sehr peinlich was da zurück kam … wenn denn etwas kam. Für mich fühlt sich das so an, als ob die Medien hier – zusammen mit Verbänden und Lobbyisten – Fakten und Wunschdenken in das liebe Deutschland senden, die eben keine Basis oder Grundlage haben. Astronomische Zahlen in Sachen … Alterspflege oder Flugzeugbau oder Ingenieuren allgemein. Aber was soll das …? Ich habe da eine Vermutung … oder schreibt man eine „Theorie“?

Komischerweise beobachte ich auch seit Jahren, dass es immer mehr Fake-Jobanzeigen gibt – Anzeigen für Jobs, die es nicht gibt und auch nicht geben wird. Hier steht klar das Ziel im Vordergrund die Firma potent und gut aussehen zu lassen … schließlich suchen die ja massig neue Kräfte, da kann es denen ja gar nicht schlecht gehen – auch dann nicht, wenn sie gerade 1.000 Menschen entlassen. … das steht dann nicht in der Anzeige, komisch. Das ist Nutzung aller Kanäle für positive Kommunikation und Branding.

Wenn einer in die Tiefe geht, stellt sich manches sehr anders da. So wird Kommunikation leer, fad und färbt sehr schlecht auf den Sender der Botschaft ab – wenn denn der Schwindel auffällt. Unsere Gesellschaft macht es den Täuschern aber immer einfacher …. Warum? Ganz einfach … in einer Gesellschaft, in der sich der Einzelne immer weiter von seinem authentischen ICH entfernt, am Ende nur noch anstrebt so zu sein, wie der Idealtypus der Gesellschaft ist, der glaubt gerne eben das was die Großen in seiner (Schein-)Welt von sich geben – die große Bild-Zeitung, RTL aber auch intellektuellere Blätter tragen zu diesem Idealtypus viel bei – „SO solltest Du sein um erfolgreich dazustehen oder cool zu sein“. Mit dem eigenen ICH, mit seinem eigenen KERN hat das dann sehr wenig zu tun. Und ich spreche und treffe immer weniger Menschen, die eine Verbindung zu sich selbst haben. Der vorhergehende Artikel Kommunikation … mehr ja, aber besser? hatte damit auch viel zu tun … heute muss man bei Facebook, twitter und XING sein und etwas schreiben … sonst stellt man eben nichts da. Nur 50 Freunde … na da kannst Du ja kein Mensch sein, mit dem es sich lohnt sich einzulassen, oder?

Wo soll das hinführen … wie wird Kommunikation hier mißbraucht? Und wer will noch wissen was wahr und was gelogen ist? Ich behaupte: Authentische, wahre, ehrliche Kommunikation wird sich durchsetzen – auch wenn es im Moment nicht so scheint. Und eigentlich wollen die Unternehmen gar keine Kommunikation … eigentlich wollen sie Dialog … weil der viel wertvoller ist. Doch dazu mehr in einer anderen Geschichte … ach ja … „Mutta“ deswegen, weil dies die Geschichte der Mutter aller Morganas ist ;-).

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Kommunikation … mehr ja, aber besser?

Nachdem ich mich gut 12 Monate dem Einzel- und Versandhandel gewidmet habe, habe ich in diesem Tun schon festgestellt, dass Kommunikation auch Ruhe, einen Plan und etwas darüber braucht, was ich SINNHAFT mitzuteilen habe. Ich bin in diesem Startup-Prozess nie auch nur in die Nähe dieser Stellen gekommen! So habe ich quasi nebenbei ein wenig kommuniziert oder anderen das Feld überlassen. Das war wohl nicht sonderlich optimal … vor allem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob es denn jetzt wirklich sinnvoll ist IMMER und ALLES über Facebook, Twitter, XING & Co. rauszuhauen … oder Sonderangebote nur über Facebook, neue Partnern über Twitter und Veranstaltungen über XING?

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Vielleicht hätte ich dazu ein Buch lesen sollen … es gibt über diese Themenbereiche geschätzte 1.000 und gefühlte 10.000 – da wird schon eine richtige Strategie dabei sein, oder? Nun … ich habe gedacht, dass Andere diese Bücher bestimmt schon gelesen haben – und als Ergebnis alles richtig machen. Deshalb habe ich mich umgeschaut. Und ich habe Experten und große Firmen gefunden … auf XING sind es oft private Mitteilungen, die zunächst nicht eine Firma im Vordergrund haben. Da sind einige sog. Netzwerker der Meinung, dass ein ganz normaler Absatz – beispielsweise aus einem Konzept – einfach auf 10 oder 15 Meldungen verteilt werden kann … nun, ich hatte das Vernügen das Gesamt-Kunstwerk erst nach Fertigstellung zu finden … und war entsetzt. Jeder mit einer halbwegs klaren Selbstwahrnehmung merkt, dass nach der 2. Meldung der Spaß aufhört.

Auf Twitter bekomme – sorry bekam – ich täglich 5-8 Sonderangebote für Weine von einer einzelnen Firma zugestellt – gut, dass ich das nicht ins Mobilphone eingebunden habe. Innerhalb der letzten 2 Monate war keine der Meldungen so spannend, dass ich einen Klick riskiert hätte. Komisch, wo ich doch der geborene Weinkunde bin. Um überhaupt noch andere Meldungen lesen zu können, habe ich den Wein-Spam abbestellt – und fühle mich jetzt auf Twitter deutlich freier.

Facebook … ist bei mir höchst international … da laufen Meldungen aus Australien, neben Italien und der Hallig Gröde. Nur … wie wichtig sind die Meldungen dort? Ich finde dort im wesentlichen Links … Links, die Zeit brauchen, wenn ich sie klicke! Also hier eher die persönliche Schiene als das ich hier für unternehmerische Kommunikation empfänglich wäre. Aber ich bin ja nicht der Nabel der Welt, kein Digital Native und auch nicht so rastlos, als das ich all das Social-Zeug in Echtzeit auf meinem Mobilphone bräuchte. Wenn ich mich umschaue, kommt meine Generation hier eh schlecht weg … von denen um mich herum bedienen vielleicht 10% regelmäßig Facebook, Twitter & Co. – und dann auch nur lesend.

Also doch nur gefühlter Druck der Medien, dass ich als Firma in diese Medien hinein MUSS? So viele Bücher ganz umsonst und als Selbstzweck geschrieben? Kann es so viele Verirrte in den Chef- und Leitungsebenen großer Unternehmen geben? Tja … womöglich!

In den letzten 12 Monaten haben mehr Unternehmen gelernt, dass die Bedienung von Social Things wichtig ist … nutzen diese Medien. Nur die Idee, die Strategie dahinter und die Sinnhaftigkeit der Inhalte selbst ist oft unausgegoren. Was soll wie und wo gemeldet werden? Letztlich geht die ständige Allpräsenz dann auf die Qualität …. vor allem wenn es keinen langfristigen Plan gibt … was soll denn z. B. in 6 Monaten gemeldet werden? Wie halten wir die Qualität hoch, die Spannung? Und wie vermeiden wir so, dass es in 3 Monaten mehr Kündigungen als Neu-Abos gibt? Hier brauch es Marathonläufer … davon in einem der nächsten Artikel.

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Neues Licht … in einem neuen Blog.

Ein Kommunikationsblog – nein, es handelt sich hier vielmehr um einen bestimmten Kommmunikationsblog – eben DER Kommunikationblog.

Wer sich ein wenig im Bereich Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Kommunikation in der Blog-Szene „herumtreibt“ weiß, dass ich das Thema bereits auf dem Zunft[blog] und für einen süddeutsches Beratungsunternehmen über die letzten 2-3 Jahre bewegt habe. Jetzt endlich etwas eigenes …

Kommunikation ist ein weites Feld und es gelingt heute schwerlich Dinge die ich tue, Expertisen die ich habe einfach auf den Punkt zu bringen … deshalb ist Kommunikation als Oberbegriff so mal gut. In der langen Fassung kämen dazu …

Der Kommunikationblog über / im Zusammenhang mit …

_Zukunftsfähigkeit

_Nachhaltigkeit

_IT / Technik

_Ehrlichkeit & Offenheit

_Digital Natives / Digital Aufwachsenden oder Aufgewachsenen

_Enterprise 2.0 / Unternehmen 2.0

_Social xxx / Soziale Austauschplattformen

_Utopie

_Mut

Dabei hegt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird sicher von Zeit zu Zeit Veränderungen erfahren.

Eingie meiner älteren Artikel wird es in Kürze auch hier geben, so dass in den nächsten Tagen und Wochen für Lesestoff gesorgt sein wird! Ich freue mich Sie hier begrüßen zu dürfen, freue mich auf einen Austausch und Dialog … gerne auch konstruktiv kritischer Art.

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Von Bäckerprellen und überraschenden Wendungen

Oh Mann … Die Tage der Utopie haben uns wirklich so in Beschlag genommen, dass wir hier nichts mehr so recht hin bekommen haben. Aber das wird sich jetzt wieder ändern … versprochen.

Ich greife heute ein Artikel von Wolf Lotter aus der Brand eins 10 „Wissen was gut ist“ auf, den Sie ab nächsten Monat auch im Online-Archiv finden werden … wenn Sie das Magazin nicht selbst lesen … oder nach diesem Beitrag kaufen werden.

Es geht in dem Artikel um „Die Geprellten“ Untertitel „Alle reden von Qualität. Aber jeder beschwert sich. Alle wollen nur das Beste. Aber wie kriegt man das?“

Ich möchte im Folgenden einige Stellen aufgreifen – aus dem 1. Kapitel von 9. Kapiteln „Strafe. Hart , aber gerecht“ // Zitat: „Es gibt Leute, die sagen früher war alles besser. In der Regel ist das Blödsinn, manchmal ist der Gedanke aber durchaus reizvoll. Zum Beispiel, wenn’s um Qualität geht.“ […] „Wenn beispielsweise ein Bäcker seine Brötchen mit schelchtem Mehl und zu viel Wasser buk, also jene Qualität bot, die heute an jeder Straßenecke in sog. Backshops zu haben ist, dann wurde die Sache relativ schnell ernst. Wie ernst, kann man etwa im schönen Mühlenmusem im niedersächsischen Gifthorn besichtigen. Hier sehen wir eine Vorrichtung … Lesen fortsetzen

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Der Angst geht die Puste aus … über Anforderungen und Chancen der kommenden Generation

Es war Sommerpause … irgendwie … auch für mich, obwohl ich mich sonst immer etwas mehr am Riehmen reisse … naja, mann wird älter. Aber noch immer bewegt mich ein Thema, das ich bereits im letzten Artikel “Tischlein deck Dich!” … über Talente und den Mangelaufgegriffen habe: Der demografische Wandel in Deutschland und die daraus resultierenden massiven Veränderungen. Einstellen auf den Fachkräftemangel, neue Anreize, Talentprogramme sind eines … allerdings geht es hier um weit mehr als um Werbung und tolle Angebote seitens der Personalabteilungen. Das ist neu … früher zog das … mehr Geld, großer Dienstwagen, Lohnzusatzleistung … da hatten es die Firmen einfach. Hinzu kam damals – für die Generation der nach 1965 geboren – Angst. Angst, die sich Unternehmen zu Nutze machen konnten. In Kombination mit dem oben beschriebenen Lockmitteln ein fast perfektes Instrumentarium im Personalmanagement.

Jetzt wendet sich das Blatt langsam und mit dem bloßen Aufstocken der Personalwerbung oder mit der Aufwertung der Angebote ist es plötzlich nicht mehr getan … schon gar nicht in der Zukunft … 2012 oder 2020. Da wird der Bock zum Gärtner, oder? … was tun? Genau darum soll es in diesem Artikel gehen.

Arbeitnehmer werden wieder gebraucht … und viele aktuelle Schreckgespenster werden bald im Keller der Geschichte stehen – schneller als manche Unternehmen das in ihrer Strategie berücksichtigt haben. In dem oben genannten Artikel nahm ich einen Brand eins-Artikel als Ausgangspunkt … heute hat mich ein Leitartikel aus der ZEIT Nr. 33 „Macht, was Ihr wollt“ bewegt. Was in der Berichterstattung oft ein wenig zu kurz kommt, … Lesen fortsetzen

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„Tischlein deck Dich!“ … über Talente und den Mangel

Demografischer Wandel … ahhhhhh, so ein schlimmes Wort, dass immer mal wieder auftaucht, ganz sperrig ist … und auch deshalb leicht abgetan wird. Demografischer Wandel ist Utopie … etwas aus dem Übermorgen – und auch deshalb interessiert er so wenige. Aberer kommt näher: Der Arbeitgeberverband Pflege meldet 50.000 fehlende Fachleute, Bitkom vermisst 20.000 Experten. 2015 werden deutsche Firmen erstmals mehr Stellen anbieten, als sie besetzen können. Bis 2050 dürfte Deutschlands Bevölkerung um 11 bis 12 Millionen Bundesbürger schrumpfen – das wäre so, als ob die 12 größten deutschen Städte plötzlich leer wären … ganz leer. Wir brauchen ab sofort jährlich 200.000 Zuwanderer, um dieses Loch auch nur annährend zu stopfen.

Die Brand eins berichtet über diesen Sachverhalt in Ihrer aktuellen Ausgabe 08 unter dem Titel „Wollen wir sie reinlassen?“. Und es geht auch noch anderen europäischen Staaten so, so dass wir da draußen nicht alleine nach diesen „Talenten“ suchen. Denn es sollen schon Talente sein, junge Menschen mit Intelligenz, einem starken Willen, Durchsetzungskraft und Kreativität. Warum wachsen die nur nicht einfach auf Bäumen oder sind am Straßenrand zu pflücken? Damals … in der guten alten Zeit … da war es einfach: Bei IBM, Siemens, Beiersdorf, Bayer, BASF, BMW …. setzte man sich als Personalverantwortlicher einfach hin und rief „Tischlein deckt Dich“ … und schwupps hatte man seinen Talentstrauß zusammen.

Und heute … Lesen fortsetzen

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Neuorientierung und Zukunftsfähigkeit … DIE zentralen Themen?

„Was uns alle täglich bedrängt, unsere zentrale Aufgabe, ist die Frage der Zukunftsfähigkeit, eine Frage des Überlebens der Menschheit. Das ist es auch, was man Nachhaltigkeit nennt, die gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit.“

Ich schaue mich um: In meinem persönlichen Umfeld – dieser Gedanke beschleicht mich – gibt es wenige, die sich einer solchen zentralen Aufgabe stellen, sich dieser widmen, wenn vielleicht auch zunächst nur in ihrem Denken. … und das obwohl es keine anderen Fragen neben dieser geben dürfte. Auch wenn ich die Führungselite dieses Landes anschaue, die Wirtschaft und die Politik, wird mir nicht hoffungsfroher ums Herz. Die einen gieren (noch immer fast ausschließlich) nach maximalen Profit, die anderen beschäftigen sich im wesentlichen mit sich selbst … und nur mit sich selbst. Wähler, was waren Wähler nochmal?

Und woran liegt das? Warum handelt keiner im Rahmen dieser zitierten zentralen Aufgabe? Und weiter …

„Es geht um Zukunftsfähigkeit, die dann vorhanden ist, wenn wir die Fesseln unseres zu engen Weltbildes abstreifen. Wir brauchen dazu eine neue Orientierung und auch die Fähigkeit, zu handeln und zu gestalten. Diese Fähigkeit, Dinge verändern zu können, haben wir tatsächlich. Allerdings nicht mehr im Rahmen der alten Weltvorstellung, in der wir uns wie ein Rädchen in einer Maschine verstehen müssen, sondern wir haben wirklich schöpferische Fähigkeiten, und wir sollten sie auch gebrauchen.“

Finden Sie eine Resonanz, wenn Sie diese Zeilen lesen? Vielleicht ganz hinten im Kopf? Vielleicht ist es mehr eine Ahnung, die Sie mehr fühlen als denken? In diesen Zitaten … Lesen fortsetzen

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„Ich werde dieses Jahr Zukunftsfähigkeits-Urlaub machen!“

„Wow … und wo fährst Du da hin?“

„Hab ich ja noch nie gehört! Ist das ne neue Republik?“

„Was soll das denn jetzt schon wieder sein? Aktiv-Urlaub kenne ich, Wellness-Urlaub auch, auch den Germanengrill mit Wendehilfe … aber Urlaub in Zukunftsfähigkeit … was soll das sein?“

„Ich verreise komplett CO2-neutral – kalkuliert auf einer Basis, die sogar meinen erhöhten Kohlkonsum berücksichtigt“ … ist das eine Antwort?

„Ich widme meinen Urlaub einem Aufforstungsprojekt in der Sahelzone“ … ist eine andere.

„Ich mache mir einen ganzen Urlaub Gedanken darüber, wie ich mein Leben voll in Richtung Zukunftsfähigkeit der kommenden Generationen gestalten kann“ … eine Dritte.

Wann werden wir das erste Mal solche Sätze und Urlaubsbeschreibungen hören … und wie genau wird da nachgefragt werden? Ich spüre schon den Zweifel, die Suche nach dem Haar in der Suppe, in den Nachfragen meines Gegenübers … der eigentlich überzeugt ist, dass das alles moderner Quatsch ist, etwas was vorrüber geht. Wir sind nach Herrn Ditfurth eh alles Wesen des Übergangs … da kommt es doch wirklich nicht darauf an. Und schon die Steinzeit hat uns gelehrt, dass es allemal klüger ist sich in einem geistig wie haptisch bekannten Umfeld zu bewegen. Eben nicht zu viel Neues zu entdecken, nicht hinter jeden blöden Busch zu schauen und nicht jeden Stein umzudrehen. Schuster … bleibt, jetzt aber mal wirklich, bei Deinen Leisten. Und so schlecht haben wir es doch gar nicht … wirklich nicht Anneliese, oder? Oder war Dein Name Herma, ne?

Es passiert so oft … und das häufig in wechselnden Rollen … Lesen fortsetzen

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Moderne Mythen: Vertrauen … ja sicher?

Wenn Sie diesen Blog ab und an lesen, dann sind Ihnen schon Sätze untergekommen wie:

„Vertrauen – die neue Leitwährung in unserer Gesellschaft“

„Im Web 2.0 vertrauen wir in erster Linie Menschen“

„Zukunftsfähigkeit = Wissen + Nachhaltigkeit + Offene Innovation | Transparenz & Vertrauen“

Erinnern Sie sich … dunkel?

Heute greifen wir Vertrauen als Mythos auf. Die Mehrzahl der Menschen haben zwar ein gesundes Misstauen an Bord, bringen jedoch zumeist in neue, engere Verbindung zunächst Vertrauen ein: Beim Antritt eines neuen Arbeitsplatzes, in Dialogen mit neuen Kooperationspartnern, in privaten Beziehungen, Freundschaften, zu Sportsfreunden, … ist ja auch gut so. Es gibt allerdings Ausnahmen .. mir sind schon einige begegnet. Das waren dann immer sog. Karrieretypen. Ich spürte im Kontakt mit denen immer früh, dass sie mit ihrem Vertrauen anders umgehen, andere Signale sandten als der Rest der Welt. Ist das gut, strategisch wichtig für die eigene Karriere? Na, der mir als erstes dazu einfällt, Markus, ist jetzt Vorstand in einem DAX-Unternehmen …

Vertrauen ist vielschichtig und tritt in vielen Bereichen auf – oft eben ohne das wir es explizit so benennen. Allerdings – und das ist immer häufiger der Fall – fehlt Vertrauen auch immer häufiger. Ist es Ihnen schon mal auf den ersten Blick aufgefallen, dass Vertrauen fehlt? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen? Hier treffen wir auf eine echte Herausforderung: Wenn Sie Ihren Gegenüber mit diesem Gefühl des fehlenden Vertrauens konfrontieren … was tut der dann? Nun … in den meisten Fällen wir er das nicht wirklich zugeben und versuchen, Sie zunächst vom Gegenteil zu überzeugen. Es ist gesellschaftlich eben nicht einfach so möglich jemanden zu sagen: „Ich habe kein Vertrauen … in Dich, … in die Situation, … in Deine Entscheidung.“ Problem: Wenn lose Begegnungen zu Beziehungen werden – gleich welcher Art – ist die Basis ein Mindestmass an Vertrauen.

Genau aus diesem Grund führen wir Vertrauen auch als allgegenwärtigen Katalysator in unserer Selbstpositionierung Zukunftsfähigkeit (SPZ) – zusammen mit Transparenz. Das bedeutet … Lesen fortsetzen

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Zukunft vorbereiten … ohne Plan, ohne Strategie … ohne Management!

Das erste Mal war es in Sachen Wissen: Irgendwie wurde mir klar, dass sich Wissen nicht managen lässt. Managen ist hier ja nur eine Art Ersatzwort für kontrollieren. Wissen braucht Vertrauen, nicht Kontrolle. Auch Strategie ist so etwas, was schwierig sein kann … wenn wir über neues Denken denken. Der Erfinder der manufakturellen Arbeit, Frederick Taylor, war hier der Urheber der Trennung von Arbeitern, die eben arbeiten, und den Managern, die sich Strategien und Anweisungen für die Arbeiter ausdachten, Kontrolle ausübten. Nur: Kann das heute noch so funktionieren wie damals? Budgets, Pläne … und die Steigerung dessen im „Management by Objects“ (MbO) … alles altes Denken?

Ich habe gerade einen Artikel in der Brand eins 06/10 dazu gelesen: „Ziele werden maßlos überschätzt“. Der Artikel ist ein Interview 😉 mit Niels Pfläging, einem der Partner des Beta Codex Network. Herr Pfläging erklärt dort sehr genau die Zusammenhänge, die ich oben ein wenig angerissen habe.

Komischerweise … Lesen fortsetzen

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Impulse zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes … Beispiele für neues Denken?

Das wird Sie jetzt überraschen … vielleicht finden Sie das hier sogar total doof. Und … ich kann das verstehen. Ich werde über Europa, die Rolle von Deutschland, Neid, Missgust, unangebrachte Kommentare, ein minderes Selbstvertrauen, die Digital Natives und über … Lena schreiben. Wenn das jetzt gesessen hat … ich kann verstehen, dass Sie nicht weiterlesen und womöglich nie wieder einen der Beiträge aus diesem Blog lesen. Sie haben mein vollstes Verständnis.

… UND wie so oft kann ich an diesem überstrapazierten, leicht nervtötenden Beispiel sehr gut zeigen, wie neues Denken funktionieren kann, wo Einflüsse an die Oberfläche treten und greifbar werden. Der Spiegel, der alterwürdige und immer kritische Spiegel, hat Lena in seiner Online-Ausgabe gefühlte 10 Artikel in den letzten 4 Tagen gewidmet. Wowww. Lese und betrachte ich diese etwas genauer, treten häufig feine Beobachtung heraus … Beobachtungen in unserer Gesellschaft.

Lena ist ein Digital Native (ein Vertreter der Generation Internet) …. wenn Sie bisher keinen kannten … bitteschön! Und sicher liegt ihr – glaubhaft und ehrlich – sowohl die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko als auch die stark zunehmende Politikverdrossenheit in Deutschland am Herzen … eines mehr, das andere weniger. Dennoch ist sie zunächst einmal Lena, freut sich darüber, dass Sie so gut ankommt … nicht nur im eigenen Lande, sondern auch in Europa. Das ist anders … Europa findet Lena vielleicht sogar noch besser als Deutschland. Und damit sind wir zurück beim Spiegel … machen Sie sich einmal die Mühe … Lesen fortsetzen

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Blog gut, eh? Blog schlecht, ne? Mit alles? … Sinn oder Unsinn?

Schon wieder einen Beitrag … werden Sie denken. Gab doch gerade gestern einen. Dieser hier ist ohne Video … und ohne Bild. Plain … heißt das wohl! Passt diese „Störung“ in Ihren Rhytmus, wo doch der nächste Impuls gewohnheitsgemäß erst in 5-8 Tagen kommen würde wollen? Naja … heute ist Donnerstag … werden Sie denken … da muss der Mann immer was loswerden … weil er dann die einzige Zeitung der Woche in Hand und vor die Augen bekommt. Seien Sie milde mit mir!

Ich habe heute morgen – tatsächlich – gelesen. Martenstein. Und über „Cogito, ergo sum“. Ersteres brachte mich schnell an die Tastatur. Ja, eigentlich lesen Sie diesen Blog, weil er Ihnen fachlich etwas bringt. Sie in Themen (und hoffentlich Ihre Organisation) bewegt, die noch nicht so im Focus stehen, oder? Vielleicht mögen Sie die Bildungs-Artikel … gar nicht. Dafür aber die über die Zukunft der Wirtschaft? Oder sind Sie eher ein Unternehmens 2.0-Leser? Wir haben uns für den Blog vorgenommen – sicher, dass wissen Sie bestimmt, ich schreibe es dennoch, um auch selbst sicher zu sein – ausführlichere, konstruktive und eher zukunftsgewandte Beiträge abzuliefern. Eher nicht so viel Krise, Euro-Verfall, Hartz 4 oder – diesen Namen schreibe ich das allererste Mal – Merkel. Etwas, was auch ein wenig Substanz hat, etwas, das auch als Impuls taugt. Das dürfen Sie erwarten. Aber eigentlich … Lesen fortsetzen

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Haben Sie Ihre Talente entdeckt … und lieben Sie was Sie tun?

Es gibt Menschen, die einen wirklich weiterbringen … nicht jeder jeden … es scheint eher Vorlieben zu geben. Einer meiner „Voranbringer“ oder auch „Ermöglicher“ ist Sir Ken Robinson, der mit einem neuen Vortrag auf TED ist:

Es gibt bereits einen weiteren Artikel, in dem ich das Thema Bildung behandele und den Spuren von Mr. Robinson folge: Bildungskrise … über die Ausmerzung der Kreativität.

Obwohl der letzte Vortrag bereits 4 Jahre her ist (meine ich), ist der aktuelle (oben zu sehen) die Weiterentwicklung dessen: Bildung als organisches, quasi landwirtschaftliches System und nicht – so wie es im Moment ist – als lineares, mechanisches Instrument, dass sich eben ausschließlich an Standards orientiert. Bildungs-Fast-Food – was für ein treffender Begriff!

Bildung … soll das Thema sein? Na, wenn Sie jetzt keine Kinder haben oder diese aus dem Haus sind … brauchen Sie wohl nicht weiterlesen? Sie sollten dennoch, weil … Lesen fortsetzen

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Beratung Nachhaltigkeit … über Sinn und Unsinn?

Das wird jetzt mal ein Artikel in ureigener Sache. Schließlich … fragte mich vor Kurzem mein Orthopäde: „Was machen Sie beruflich?“. Ich antwortete – direkt und ohne zu zögern: „Ich bin Nachhaltigkeits-Berater!“ Puuhhh … das mußte dann sacken! Heute würde ich ein wenig länger über diese Aussage nachdenken. Allerdings gibt es wohl eine maximale Nachdenkzeit zum Thema Beruf (oder Berufung?) um als glaubhaft zu gelten – so wie es eine maximale Präsentationszeit bei Fahrstuhlpitches gibt (hatten Sie schonmal einen?). Ich habe die Zeit des Tippens genutzt und würde heute wohl eher sagen: „Ich berate und coache Unternehmen und Organisationen im Bereich der Zukunftsfähigkeit!“ … tja. Und eigentlich wollte der Mann nur wissen, ob ich Schaffer oder Po-Plattsitzer bin. So entwickelte sich auch nicht so recht ein Gespräch zu diesem Thema …

Jetzt aber mal zur Sache … Nachhaltigkeit. Das ist ja auch immer ein (großes) Stück „Welt retten“, was es auch so schwierig macht, sich als Firma darum wirklich konkret – womöglich im Rahmen seiner sog. Kernkompetenzen – zu bemühen. Nachhaltigkeit ist so etwas für die (wichtigen) Randbereiche einer Organisation … so etwas in den Bereichen CSR, CR oder SB … also Coporate Social Responsibility oder Coporate Responsibility oder ganz neu: Social Business. Aber eigentlich hat Nachhaltigkeit doch auch viel mit der Zukunft und mit dem Erfolg einer Organisation zu tun, mit zufriedenen Mitarbeitern und Kunden … werden Sie denken. Stimmt! Nur – hier kommt es eben auf das Wort an! Und natürlich ist es die Nachhaltigkeit nicht alleine. Auch das ist vielen nicht klar, weil die Fokussierung „Welt retten“ so massiv ist, dass die anderen wesentlichen Parameter nicht gesehen und gedacht werden.

Und was heißt das jetzt? Regelmäßige Leser dieses Blogs werden es bereits wissen ….. Nachhaltigkeit im persönlichen wie betrieblichen Kontext heißt eigentlich

Zukunftsfähigkeit

und umfasst neben der Nachhaltigkeit auch die Bereiche

Wissen und Open Innovation.

So, jetzt ist es raus. Wir bemühen uns also hier (im Blog) und im Zusammenspiel mit unseren Kunden um die Zukunftsfähigkeit. So finden Sie hier an dieser Stelle auch ganz viele Artikel mit praktischen Um- und Ansetzungs-Hinweisen. Hier nur eine kleine Auswahl – falls jemand jetzt noch nicht weiß wovon ich gerade schreibe:

„Beratung Nachhaltigkeit“ ist also „Beratung Zukunftsfähigkeit“ … und sollte zwingend durch externe Kräfte erfolgen. Nicht weil unser Geschäftsmodell das so vorsieht und meine drei Kinder … Lesen fortsetzen

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ASHOKA …

… ist Sanskrit und bedeutet auf Deutsch „Das aktive Überwinden von Missständen“! Wowwwwww. Wie toll ist das, eine schwierige Sache mit einem Wort auf den Punkt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr politische Schachzüge, vorsichtig Kritik äußern, … zukünftig verständigen wir uns auf „eine gemeinsame Runde ASHOKA“. Allein das „aktive“ darin ist schon Gold wert. Wowww, Wowwwwww, Wow! Es gibt sogar ein globales Netzwerk, das sich so nennt und aus sogenannten „ASHOKA-Fellows“ besteht. Weitere Infos finden Sie hier.

Gelesen habe ich übrigens davon in der neuen und ersten Ausgabe von „enorm – Wirtschaft für den Menschen“. Ich bin auch ohne die erste Ausgabe zu kennen Abonnent geworden und … habe es nicht bereut. Wirklich ein gelungenes Heft. Für meinen ganz persönlichen Geschmack könnten es ein wenig weniger von den üblichen Verdächtigen a la Mr. Yunus sein und auch CSR bzw. CR bzw. SB (Social Business) ist etwas überrepräsentativ. Aber … das wird schon.

Inhaltlich überzeugt mich das, was Otto da über ihr SB-Projekt in Bangladesch schreibt, nicht wirklich – sicher ist das alles wasserdicht und super-duper gestylt – dennoch bleiben Fragen, die nicht zuletzt Fr. Hartmann in der enorm auch stellt … mit etwas indirekten Antworten von Johannes Merck. Dennoch finden sich eine Menge weitere wirklich lesenswerte Artikel über die erste Sozialbörse Konvergenta, den Dialog im Dunkeln, Erfahrungen in punkto Nachhaltigkeit in der Wirtschaft „Immer schön sauber bleiben!“ und über Beispiele wirklich mutiger Menschen aus Projekten des „Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ – Motto „Mit neuem Mut“.

Fazit: Kaufen, besser noch: Abo bestellen und damit guten und neuen Journalismus ermöglichen! Besonders Klasse: Umweltpapier und CO2-neutral produziert … vielleicht auch Biofarben? In jedem Fall ist die Haptik und Anmutung an sich schon anders … richtig anders!

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Ansätze und Impulse für die Zukunft unserer Wirtschaft … 3

Wie beim letzten Mal auch, unterstützen wir nachfolgend den Engel auf Ihrer Schulter und präsentieren Ansätze, praktische Ansätze, die es möglich machen diese Impulse sofort in die Tat umzusetzen … ganz konkret. Eben den einen Grund FÜR die Veränderung.

Dein Weg ist gut … und es gibt einen besseren – in diesem Themenbereich ist ein Coach gut und hilfreich, denn es nicht so einfach sich selbst von außen zu betrachten. Aber es geht sicher auch alleine aus sich selbst heraus … alles eine Frage der Übung und Erfahrung. Ansatzpunkte solche besseren Wege zu finden, ergeben sich aus Gesprächen mit anderen oder eben aus Erfahrungen aus Situationen in denen es Ihnen eben möglich war einen besseren Weg zu finden. Oft sind die Hinweise nach denen wir suchen nur klein, Randbemerkungen … und es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass sich hier ein neuer, besserer Weg auftun könnte … es bedarf hier Betrachtungen aus unterschiedlichsten Perspektiven. Schwierig wird es dann, wenn Sie Angst haben Fehler zu machen … normal in unserer fehlerfreien, perfekten Gesellschaft. Aber es ist EIGENTLICH unnormal keine Fehler zu machen. Wir hatten dieses Thema schon im Bereich „Partnerschaft – ist eigentlich normal“. Fehler sind auch normal und um den besten Weg zu finden läuft man auch Gefahr Fehler zu machen … ja vielleicht sogar machen zu müssen. Nun … wann mussten Sie das letzte Mal eine wichtige Entscheidung treffen, die Ihnen vielleicht noch heute nachhängt? Setzen Sie doch einmal Ihren … Lesen fortsetzen

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Ansätze und Impulse für die Zukunft der Wirtschaft … 2

Wie versprochen, hier die Fortsetzung des ersten Teils dieses Artikels. Bevor wir allerdings in die weiteren Impulse einsteigen … möchte ich nochmals praktisch werden …

Ich diesen Ausflug, weil ich aus meiner Erfahrung als Berater weiß, dass es nicht immer leicht ist, wirkliche Handlungsimpulse zu erzeugen. Das kleine Teufelchen auf der Schulter kennt IMMER 99 Gründe die (notwendige und überfällige) Veränderung nicht anzugehen … keine Zeit, so viel Stress, „ich bin so ein Guter“, „ich arbeite eh schon so viel“, „kann ich überhaupt etwas bewegen“, …. Dabei werden diese Nicht-Bewegungsgründe so laut und in einer solchen Dichte übermittelt, dass das Engelchen auf der anderen Schulter mit seinem einem Grund FÜR die Veränderung nun wirklich keine Chance hat gehört zu werden. Ich unterstütze jetzt mal das Engelchen …

Die Rückkehr der Visionäre – nehmen Sie sich 2-3 Stunden Zeit an einem entspannenden Ort – an einem See, einem Fluß, auf einem Berg. Nehmen Sie u. U. Menschen Ihres Vertrauens mit und überlegen Sie gemeinsam oder alleine, wer Ihrer Mitarbeiter oder Kollegen das Potential hat ein Visionär zu sein, jemand der mutige Expeditionen nach übermorgen wagt. Wenn Sie niemanden finden … dann suchen Sie jemanden oder suchen Sie sich einen externen Kooperationspartner, der die Berufung Visionär in Ihrem Unternehmen einnehmen kann. Einmal identifiziert, geben Sie Ihren Visionären regelmäßig Freiraum und all die Dinge, die in diesem Freiraum entstehen, spielen Sie zurück in die gesamte Firma … als Saatgut für die Entwicklung der Firma. Wie das geht, dieses Wissen oder diese Wissensimpulse in Form eines Unternehmenswissens in die Organisation zu spielen … davon haben und werden wir immer wieder berichten.

Das Ende der falschen Bedürfnisse … ist einfacher … Lesen fortsetzen

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Ansätze und Impulse für die Zukunft der Wirtschaft

Wir haben das Gefühl, dass der Schwarm auf uns und die Themen unseres Blogs zuschwimmt. Schemenhaft kann ich diesen am Horizont ausmachen. Woww!

Umdenken. Neu denken. In neuen und nicht in nur veränderten Strukturen denken. Grundsätzliches überdenken. Nicht korrigieren sondern neu machen. Altes – auch durchaus radikal – in Frage stellen, um Platz für Neues zu schaffen. Innovation in den Focus auch von Geschäftsprozessen und Wertschöpfungsketten stellen. Wissen als die wichtigste Ressource erkennen. Und partnerschaftlich, nicht profit-zentriert denken. Keine künstlichen oder falsche Bedürfnisse mehr schaffen. „teilen“, „austauschen“, „langfristig“ statt „nie genug“, „raffen“ und „kurzfristig“. Und ich könnte diese Liste noch weiter fortsetzen …

Aus diesem Thementopf wandern immer mehr Punkte und Themen in die aktuelle Wahrnehmung … von Individuen und Unternehmen und Organisationen. Zwangläufig … schreibe ich, denn das das passieren musste … war uns klar. Unsere Welt, unsere Gesellschaft und unsere Kinder brauchen ein Umdenken … JETZT. Auch in der Wirtschaft … wir können uns hier nicht länger mit Mircoschritten zufrieden geben, Zentimeter sollten es schon sein! Schon gar nicht dann, wenn es sich um toll inzinierte greenwashing- oder Grünwasch-Aktionen handelt … wie so oft.

Wir versuchen in unseren Beiträgen – trotz auch vieler kritischen Worte – konstruktiv zu sein. Daran wollen wir uns messen lassen. So auch heute … deshalb folgen einige Impulse und Ansätze zur Zukunft unserer Wirtschaft. Ansätze und Impulse, die für jeden umsetzbar sind – auch sofort im JETZT und HIER … ausnahmsweise mal nicht die lange Bank. Und damit folgen auch Vorschläge für einige ganz konkrete Mini-Schritte in die richtige Richtung.

Nun an denn … Lesen fortsetzen

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Moderne Mythen: Karriere … muss sein!?

Endlich … geht es weiter mit der Serie ;-). Heute zum Thema Karriere.

Wollen Sie Karriere machen? Haben Sie Karriere gemacht? … wahrscheinlich kennen Sie diesen Blog inzwischen so gut, dass Sie nicht einfach mit einem lauten und eindeutigen JA auf eine dieser Fragen antworten würden … oder? Ich höre vielleicht ein zartes ja mit einer Menge Absicherungen, Erklärungen und Begründungen hinten dran, oder?

Ist Karriere heute noch erstrebenswert? Für Sie? Für Ihre Kinder? Oder wird Karriere für Ihre Kindeskindes noch „hipp“ sein? Haben Sie nicht deshalb auch studiert, um eben diese „Karriere zu machen“? Ich kenne eine Menge Menschen, die eben das denken und einem Teil ihrer Lebensentwürfe zugrunde gelegt haben.

Dagegen kenne ich wenige, die von sich sagen „Karriere – brauche ich nicht“ oder „Karriereauf- oder abstiege sind mir fremd“ oder „Karrieresicherung – was soll das sein?“. Passt Karriere überhaupt noch in unser Denken? Für viele ist Karriere viel Einkommen (so als kleinsten gemeinsamen Nenner sagen wir mal so jenseits der Euro 60.000.- p. a.), Macht über andere (Führungskraft) und ein Dienstwagen – am besten Benz, BMW oder Audi. Nur: Mit Blick auf die Lebensbilanz … sind diese Karriere-Menschen besser, glücklicher oder vielleicht ausgewogener? In der Mehrzahl wohl eher nicht, denn in unserer Gesellschaft bedeutet Karriere … Lesen fortsetzen

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Einfach, funktional, überzeugend … haben Sie sich Ihre Umgebung auch so gestaltet?

Das wird hier ein kleines Plädoyer. Eine Empfehlung von einfachen und sehr funktionalen Dingen, die vieles erleichtern und uns und unsere Umgebung verändern – jetzt und vor unseren Augen.

Blog … sicher haben Sie dieses Wort schon einmal gehört und verbinden damit auch Eindrücke und gar Wertungen. Und haben Sie enmal bemerkt, das Blog auf einfachste Art und Weise aus einer Unternehmenswebsite ein Dialogportal macht? So ganz ohne Agentur, ohne Webdesigner, ohne Programmierkenntnisse. Man nehme einfach z. B. das Tool WordPress und baut sich sein Dialogportal mit den vielen Funktionen von WordPress zusammen. Diese Funktionen sind wie Apps (kennen Sie sicher schon als Schlagwort): Eine WordPress-App für die Statistik, eine zur Suchmaschinen-Optimierung und eine für den Sicherheitscode, um automatische Spammer bei den Kommentaren draußen zu halten. Alles nur einen Klick entfernt, ganz einfach und kostenfrei (Spenden sind gerne gesehen). Ich habe Ihnen einige dieser Dialog-Blog-Website auch schon vorgestellt. Wenn Sie mögen, surfen Sie doch mal ein wenig:

Sicher, Design steht hier nicht im Vordergrund. Auch Egozentrik nicht. Und ob sich diese Art Websites für Markenartikler eignen? Darauf gibt es eine einfache Antwort: Ja!

Wenn wir über neues Denken in neuen Strukturen nachdenken, Wandel gestalten wollen, dann sind diese Beispiele ein erster Versuch und schon ein Stück Realität. Denn zukünftig … Lesen fortsetzen

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Kunden zuhören … ihnen antworten … Dialogfähigkeit besitzen.

Ich denke gerade darüber nach, dass ich in den letzten Wochen ganz oft das Wort „Dialogfähigkeit“ gebraucht habe. Dann darüber, dass ich dieses etwas sperrige Wort hier noch nicht aufgegriffen habe.

Dennoch … jetzt soll es darum gehen: Ich kann mir vorstellen, dass die Digital Natives, die Generation Internet, deutlich mehr Schwierigkeiten mit der fehlenden Dialogfähigkeit hat als die 40 bis 60 jährigen beispielsweise. Die sind es ja noch gewohnt, dass Unternehmen und Organisation mehr mit sich als mit Ihren Kunden beschäftigt sind und eben nicht oder nur selten auf Fragen und Anliegen antworten.

Allerdings hat das Wort „dialogfähig“ erst … Lesen fortsetzen

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LOHAS Tourismus … unterwegs auf neuen Wegen?

Wen interessiert das schon, LOHAS Tourismus? Die meisten fahren doch lieber nach Malle, in ihr geliebtes Italien oder nach Spanien! Wer will da LOHAS … und auch noch im Urlaub? Ist wahrscheinlich etwas für Spinner …

Ich halte es immer wieder für wichtig, dass wir uns das bewusst machen: Die Masse macht es wie eh und je. Und sicher gelingt es irgendwo im Netz Zahlen aufzutreiben, die belegen, dass auch Tourismus einer der kommenden Sinnmärkte ist, das Menschen bei ihrer persönlichen Sinnsuche auch vor dem heiligen Urlaub nicht halt machen. Aber all das ist wenig und rein betriebswirtschaftlich würde sich eine Ausrichtung auf das LOHAS-Motiv überhaupt nicht begründen lassen – gar nicht. Warum lesen Sie also diesen Artikel? Warum schreibe ich den überhaupt? Ich verrate es Ihnen – zumindest meine Antwort auf die Frage: Weil nach solchen Inhalten gesucht wird, weil wir immer mehr Anfragen aus dieser Richtung bekommen und weil dieses Thema eines der zukünftigen Alleinstellungsmerkmale im Tourismus zu werden scheint. Deshalb!

Wenn es die betriebswirtschaftlichen Zahlen nicht sind, was ist es dann? Auch das ist einfach: Die persönliche Überzeugung spielt eine der Hauptrollen bei der Ausrichtung auf solche LOHAS-Motive potentieller Gäste. Diejenigen Unternehmer, die selbst etwas verändern wollen, sinnstiftend tätig werden wollen, ihr Ding machen möchten und konsequent auf Qualität setzen, um die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmung, ihrer Organisation sicherzustellen, die machen in LOHAS-Motiven. Manche sogar ohne jemals etwas von LOHAS oder Nachhaltigkeit gehört zu haben. Denn eigentlich ist das natürlich und normal … Verirrungen sind menschlich und können mitunter 50 Jahre andauern und dabei Denkmäler schaffen, Tourismus-Denkmäler wie am Strand von Westerland, in Burgtiefe auf Fehrmarn, in Lorret de Mar, Honolulu oder, oder, oder … viel Beton in einmaliger Landschaft.

Haben Sie jetzt schon einen dieser Querköpfe, die Ihr Ding machen, im Kopf? Ist Ihnen schon mal einer begegnet? Nun, mir schon. Gerade gestern … allerdings nur indirekt – indirekt! Indirekt einmal, weil mein Kumpel Christoph Hinderfeld von der Die Zunft AG mich darauf aufmerksam gemacht hat – freundlicherweise. Und indirekt zweimal, weil ich diesem „Querkopf“ schon zwei-, dreimal begegnet bin. Allerdings ohne einen Dialog zu führen. Schade.

Er heißt Rolf Jehring und ist vielen in und um Hamburg herum von Cucinaria her bekannt. Er ist aktuell dabei ein neues Projekt in Mecklenburg-Vorpommern zu realisieren. Wenn ich das Konzept vom Platz des Friedens lese, fühlt es sich für mich so an, als ob er seinen Traum in die Realität umsetzt. Einen tollen, mutigen und visionären Traum. Es scheint als ob er sein Ding mache – etwas zwischen Traum, Spiritualität, Vision, Traditionen und neuer Perspektiven. Und wir reden hier nicht über Touristenmassen, sondern über ein kleines, feines Angebot … Lesen fortsetzen

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Von Sinn, den Sinnfaktoren und Sinnmärkten.

Soviel Sinn in einem Satz WOW! Ab und an gelingt es mir mal ein Buch zu lesen. Als Bestandteil einer fünfköpfigen Familie bin ich in diesem Moment selbst erstaunt, dass ich Edward de Bono’s „THINK! Denken bevor es zu spät ist!“ gerade erst im Dezember zu Ende gebracht habe. Und heute schon wieder ein gelesenes Buch. Über Sinn. Mehr noch, über den „Erfolgsfaktor Sinn“. Diesmal habe ich sogar einen direkten Bezug … einer der Autoren, Bernd Vonhoff, ist ein Freund von mir. Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob mir das eher einen weicheren oder einen eher kritischeren Blick auf die Ausarbeitung bescherrt. Mah. Ich glaube eher kritischer!

Dieses Buch liegt eigentlich voll auf unserer Linie Zukunftsfähigkeit. Es beschäftigt sich mit der Kernfrage der sinnhaften und motivierten Arbeit aus zwei Blickrichtungen: Aus Sicht des Mitarbeiters und aus Sicht des Unternehmens – wobei die persönliche Sicht eindeutig die größere Rolle spielt. Ausgehend von der Tatsache, dass unglaublich viele Menschen auf ihrem Arbeitsplatz nicht glücklich sind und das Gehalt eben als Schmerzensgeld betrachten, wird die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen aus dieser Perspektive betrachtet. Wenn Mitarbeiter nicht das Gefühl haben gebraucht zu werden, wenn sie keine Verantwortung … Lesen fortsetzen

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Und wie werde „ich“ eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig?

Kennen Sie diese Frage? Wahrscheinlich eher implizit … als eine Art Bauchgefühl oder latentes Schwingen. Nachhaltig werden ist wohl auch schwierig. Dieser Begriff, der aus der Forstwirtschaft stammt und damit auch eher der Biologie als der Wirtschaft zuzuordnen ist, ist eben nicht wirklich kompatibel mit guten Bemühungen in der eigenen Organisation oder an sich selbst. Also wollen Sie schon eher zukunftsfähig sein! Und zukunftsfähig handeln.

Wir haben hier in diesem Blog schon vielfach versucht konkrete und vor allem auch pragmatische Ansätze in Sachen Zukunftsfähigkeit zu skizzieren … allen voran mit unserer Serie Moderne Mythen. Vielen erscheinen die dort skizzierten Ansätze aber zu revolutionär, zu abgehoben und eher im Übermorgen als im Jetzt & Hier angesiedelt – das wissen wir aus Dialogen mit unseren Lesern. Ein wenig liegt das in der Natur unserer Sache: „Trends & Wege“ weist eben eher in die Zukunft als in die Gegenwart und auch die oft gehörte Bezeichnung „Zukunftsforscher“ für meinen Partner Klaus Kofler lenkt den Blick sogar noch über das Übermorgen hinaus – Strategie 2020?

Diesen Artikel hier gibt es, weil wir heute etwas verändern müssen, um überhaupt eine Strategie 2020 sinnhaft gestalten zu können. Ergo geht es darum JETZT anzufangen. Wie das gehen kann zeigt Ihnen z. B. mein Beitrag im Zunft[blog] zum Vortrag von Prof. Dr. Hüther. „Der Vortrag eines Hirnforschers als praktischer Nukleus für die Zukunftsfähigkeit einer Organisation? Na was das wohl ist?!“ … höre ich Sie denken – und ich wäre genauso skeptisch, glauben Sie mir. Nun … alles was wir hier in diesem Blog bewegen und betrachten dreht sich um neues Denken in neuen Strukturen und um neue, andere Perspektiven. Damit verbunden ist immer auch … Lesen fortsetzen

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PR und Nachhaltigkeit – erlebt.

Vorab
Dieses Dokument enthält einen Erlebnisbericht. Ich schreibe diesen, um einige Parameter heraus zu arbeiten, die für die Durchführung nachhaltig positionierter (PR-)Veranstaltungen wichtig sein könnten. Und ich schreibe nicht im abstrakten, theoretischen Raum – ich nenne Ross und Reiter beim Namen. Wohlmöglich bekommen wir dann von diesem Konzern, vielleicht sogar von allen Konzernen dieser Welt, keine Aufträge mehr – weil die sauer sind. Für uns fängt neues Denken in neuen Strukturen und damit eine der Voraussetzungen für unsere gemeinsame Zukunftsfähigkeit bei Offenheit und Ehrlichkeit an. Und in unserer Vorbildfunktion werden wir auch immer ungewohnte Wege (vor-)gehen. Wege, die manch einen vielleicht sauer machen – obwohl: Ist das in nachhaltig angelegten Organisationen, die auf Dialog setzen, überhaupt möglich – sauer zu sein?

(C) Thomas M. Müller www.pixelio.de
(c) T. M. Müller pixelio.de

Über Wohl und Weh dieser Disziplin im Kontext Nachhaltigkeit
Das hier wird keine Geschichte über Nespresso – nicht ausschließlich jedenfalls. Aber vielleicht ein wenig. Eigentlich soll es um PR, genauer um PR-Veranstaltungen, gehen. Ich hatte Ende Oktober 2009 die Gelegenheit eine solche zu besuchen – daher die Verbindung zu Nespresso. Um genau zu sein, war es ein „Coffee-Roundtable mit Experten und Partnern zum Nachhaltigkeitsprogramm von Nespresso“. Ich war dort als Vertreter unseres Kooperationspartners LOHAS.de eingeladen.

Eigentlich haben wir diese Teilnahme nur einer extrem hartnäckigen Agentur zu verdanken, die es mehr als dreimal versuchte LOHAS.de für eben diese Veranstaltung zu gewinnen. Letztlich entschieden wir uns dann doch noch für die Teilnahme – schließlich verdient es jede Firma, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, eine Dialogchance zu erhalten. Mit mir empfanden das rund 30 andere Medienvertreter aus Deutschland und Österreich wohl ähnlich.

PR an sich
Bevor ich einige meiner konkreten Erkenntnisse aus dieser Veranstaltung niederschreibe, möchte ich einiges vorausschicken: Ich ganz persönlich glaube, dass PR (zu deutsch Öffentlichkeitsarbeit) wichtig ist. PR definiere ich als Dialog mit Menschen und Einrichtungen, mit denen ich oder meine Firma eine Interessenüberlappung habe. Ich sehe PR nicht als Instrument des Lobbyismus oder gar des Marketings. Wichtig ist hier das kleine Wort DIALOG. Es geht nicht darum einseitig zu beeinflussen, sondern seine Sichtweise, Entscheidungen und seine Strategie darzustellen und den Gegenüber zu einem Dialog eben zu diesen Punkten einzuladen – insbesondere im Dialog mit dem LOHAS-Motiv im Menschen.

Weil diese Erwartung vielleicht ein wenig von dem landläufigem Vorgehen abweicht, Lesen fortsetzen

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Moderne Mythen … Ansatzpunkte für Veränderung und die Gestaltung der Zukunft

Das Jahr 2010 ist schon ganz schön alt … finden Sie nicht? Aufgefallen ist mir, dass unsere Kulturhauptstadt Pott ganz schön draufhaut – Infos überall, omnipräsent. Fast könnte ich meinen, dass hier viel Lärm um nichts gemacht wird. Sogar ein Tatort wurde um diese Kulturhauptstadt etwas windig herum gebaut – ohne das sich diese Werbung mit der Handlung verbunden hätte. Immerhin gab es viele Impressionen – von Zollverein bis zum Finale im Gasometer. … und das mit Kölner Kommisaren – bizarr!

Unser Herr Kofler schreibt über die Zukunft 2020 – auch eine Serie. Ich beginne meinen ersten Beitrag des Jahres mit einem Rückblick auf eben eine solche Serie: Unsere „Mythen-Serie“.

Eigentlich habe ich diese auch mit dem Blick in die Zukunft konzipiert und aufgesetzt. Ist das jemanden aufgefallen? Unser Oberthema bei Trends & Wege ist die

Zukunftsfähigkeit

… die sich in unserem Kontext über die Bereiche (Open) Innovation, Wissen und Nachhaltigkeit abbildet. Nun spechen wir viel mit Menschen über diesen Themenkomplex – und da kommen dann immer wieder Fragen und Anmerkungen: „Puh ist das wissenschaftlich!“ | „Soweit die Theorie Herr Selaff, wie setze ich das aber konkret in meiner Firma um?“ | „Das ist alles sehr abstrakt. Was bedeutet das für mich?“ … um einmal einige zu nennen.

Sie suchen Ausgangs- und Ansatzpunkte, pragmatische Lösungsvorschläge für die Gestaltung der Zukunft? Na dann … Lesen fortsetzen

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Bildungskrise … über die Ausmerzung der Kreativität

(c) knipseline www.pixelio.de
(c) knipseline www.pixelio.de

Ein Kind … nennen wir Sie Marie … zeichnet in der Schule ein Bild. Marie ist 7. Die Lehrerin streift ziellos durch die Reihen und bleibt hinter Marie stehen: „Marie, was malst Du Schönes?“, fragt sie. Und Marie antwortet: „Ein Bild von Gott!“ Lehrerin, nennen wir sie Fräulein Pouchty: „Aber Marie, niemand weiß wie Gott aussieht!“ Darauf Marie:“In einer Minute schon!“

Unser Bildungssystem hat es sich zur Aufgabe gemacht die Kreativität in uns auszumerzen. Je älter wir werden, je mehr wir in der Schule lernen, je besser wir dort funktionieren, desto weniger kreativ sind wir. Unser Bildungssystem zielt darauf ab unseren Kopf, in den Mittelpunkt zu stellen. Dem Körper kommt eigentlich nur die formale Aufgabe zu den Kopf in die Schule zu transportieren. Einmal dort angekommen ist es das Ziel aus möglichst vielen Schülern Universitäts-Professoren zu machen. Mathe, Sprachen, Naturwissenschaften dominieren die Schullandschaft, Musik, Kunst, Handarbeit und Werken spielen eher eine untergeordnete Rolle – sogar fast überall auf der Welt. In dieser Situation und diesen Zusammenhängen hilft uns dann auch kein Pisa mehr. Kreativität entsteht aber an Schnittstellen: Zwischen Spaß und Ernst, zwischen Spiel und Lernen, zwischen dem Sitzen und Bewegung, zwischen Tanz und Klausur und zwischen Singen und Vokabellernen. Die vollkommene Konzentration auf Logik, Wissen und Auswendiglernen läßt die Kreativität früh draußen vor der Tür. So müssen wir uns auch nicht wundern, dass die Innovation in Deutschland und der Welt eine so schwierige Disziplin ist: Open Innovation hat viel mit Kreativität gemein. … und wiederum mit der Zukunftsfähigkeit, oder sehe ich das falsch?

Und was ist mit Tänzern? Was mit Malerinnen? Was ist mit Krankenschwestern? Und Handwerkern? Was passiert mit Schülern, die sich gerne bewegen, ja bewegen müssen? Mit solchen, Lesen fortsetzen

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Denken als alte und neue Disziplin … statt Logik?

Ich habe ja schon erwähnt, dass ich gerade THINK! Denken bevor es zu spät ist von Edward De Bono lese. Ich bin jetzt so bei etwas mehr als der Hälfte des Buches. Und es ist …. eigenartig. Wäre der Mann nicht Malteser, würde ich wetten er wäre Ur-Amerikaner. Warum? Nun, er begnügt sich nicht damit seine Therorien und Erfahrungen einfach so niederzuschreiben. Er liefert zu allem und jedem eine einflußreiche Firma, die das so macht, eine Erfindung, die wir ihm verdanken, einen Nobelpreisträger, der das auch so sieht oder eben ganze Länder, die seine Modelle umsetzen oder umgesetzt haben. Ferner befreit er mit seinen Ansätzen die Menschheit von Übeltätern, schwachen Schülern, schlechten Künstlern und nicht leistungsfähigen Staaten. Eigentlich müßten alle nur sein Buch lesen, wie im Artikel Aus (gelesenen) Erfahrungen anderer lernen beschrieben, seine Theorien und Empfehlungen umsetzen und schon wäre alles viel besser.

Sonnenaufgang & Windmühlen (c) andrena www.pixelio.de
Sonnenaufgang & Windmühlen (c) andrena www.pixelio.de

Ich meine das nicht ironisch, beschreibe nur. De Bono streift über Sprache, Demokratie, Universitäten, Schulen, Medien, Wahrnehmung, Kunst, Führung, Konflikte, Werte und Gesellschaft praktisch alle Bereiche unseres Lebens – in jeweils kurzen, knappen Kapiteln. Dabei geht es immer um eines … Lesen fortsetzen

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Definition Zukunftsfähigkeit – die wirkliche Nachhaltigkeit!

Zukunftsfähigkeit … wenn Sie häufiger auf dieser Plattform Artikel lesen, ist Ihnen der Begriff – um zu untertreiben – schon häufiger in die Augen gefallen. Nur: Heute ist mir aufgefallen, dass wir diesen noch gar nicht umfänglich erklärt haben. Obwohl diese Erklärung und Definition doch sehr wichtig ist – um diesen Begriff nicht einfach einzuführen und in der inflationären Flut von Innovation, Nachhaltigkeit & Co. untergehen zu lassen.

Wir waren lange unter der Nachhaltigkeitsfahne unterwegs, hatten am Ende aber das Bauchgefühl, dass es bei reiner Nachhaltigkeit im wesentlichen ausschließlich darum geht die Welt zu retten. Es war für uns etwas Globales, dass weder im persönlichen noch im organisatorischen Kontext konkrete Handlungsfelder schaffen konnte – sehen wir von Mülltrennung, CO2-Reduzierung und Bildung einmal ab. Die meisten benutzen das Wort ohne dem Taten folgen zu lassen. Das ist doch komisch und scheinbar dient das Wort Nachhaltigkeit eher dem Selbstzweck: Alleine die Tatsache, dass ich das Wort kenne und in den Mund nehme stellt mich von konkreten Taten frei – weil auch keiner meiner Dialogpartner konkrete Handlungen einfordern kann, weil dieser es eben auch nicht besser weiß. Chicken, Chicken, Chi-cken, C-hicken, Chic-ken, …. Chicken, Chicken, Chicken — Chicken! Mehr zu Chicken …

(Gönnen Sie sich diese 4:05 und überlegen Sie sich einmal, ob so etwas in Europa oder Good Old Germany auch möglich wäre – obwohl: Ich habe schon sehr viele dieser Chicken-PowerPoints gesehen).

Anyway. Aus diesen Überlegungen heraus ist dann die Zukunftsfähigkeit in uns aufgestiegen. Jedem Individuum, jeder Firma, jeder Organisation liegt die Zukunftsfähigkeit Lesen fortsetzen

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Unsere Mythen: Aus (gelesenen) Erfahrungen anderer lernen

Jetzt ist es wahrlich eine kleine Mythen-Serie:

Heute geht es um Erfahrungen. Besser noch: Um den Transfer und die Umsetzung von Erfahrungen anderer im eigenen Kontext – egal ob beruflich oder privat. Ein Mythus ist dieses Thema für mich deshalb, weil es eigentlich logisch wäre Ableitungen für das eigene Leben zu finden, wenn einen etwas berührt hat. Dann aber geschieht genau das nicht.

Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Jemand erzählt Ihnen von einem Buch, dass ihn sehr beeindruckt hat. Wenn es dann gelingt im Gespräch heraus zu arbeiten WAS genau so beeindruckend war, so frage ich mich dann sehr oft, ob diese Erkenntnis bei meinem Gegenüber auch zu Veränderungen des eigenen Verhalten führen wird – oder schon hat? Ich hatte diesen Komplex auch in dem Artikel über den Wandel bereits angesprochen. Auch im Zusammenhang mit eben diesem Wandel sehen und erleben die Menschen Dinge, begreifen das diese wichtig sind, tun dann in ihrem Umfeld aber nichts. Und es ist schwer von HOME und Shift happens nicht berührt zu werden …

Die Brücke von außen nach innen? (c) zaubervogel www.pixelio.de
Die Brücke von außen nach innen? (c) zaubervogel www.pixelio.de

Oft geschieht dann keine Veränderung des eigenen Verhaltens, obwohl z. B. im beschriebenen Film Shift happens am Ende auch die Frage und Handlungsaufforderung steht, ob DU denn die Lehrer Deines Kindes einmal zu diesen Dinge befragt hast. Wissen sie (die Lehrer) davon? Did they know?

Haben Sie schon einmal einen Artikel aus diesem Neuigkeiten-Speicher von Trends & Wege gelesen, der Sie berührt hat? Wenn ja, was haben Sie konkret unternommen, um vielleicht ein klitzekleines Bisschen von dieser Berührtheit in Ihre Strategien, Ihr Verhalten zu übernehmen? Wenn ja, dann berichten Sie uns gerne in den Kommentaren davon. Es ist hier wie fast überall im Leben: Wir Menschen verändern Dinge in dem wir von Sachen überzeugt sind, sie uns berühren und sie dann tun. Also sollte am Ende einer Geschichte – wenn sie denn berührt hat – in jedem Lesen fortsetzen

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Lockende Ferne oder vernünftige Nähe – von touristischen Perspektiven

Tourismus – Sie haben es sicher schon gemerkt – ist ein Schwerpunkt dieser News-Plattform. Nach „Me too im Tourismus schafft keine Perspektiven“ und „Nachhaltiger Tourismus – oder eher zukunftsfähiger Tourismus“ widmet sich dieser Artikel der Frage, ob es denn noch Fernreisen geben darf. Oder im Umkehrschluss: Was bedeutet das für die Chancen der Nahziele.

(c) RainerSturm www.pixelio.de
(c) RainerSturm www.pixelio.de
Das was nah und fern heute unterscheidet ist nicht mehr in erster Linie der Preis, sondern vielmehr der CO2-Fussabdruck. Was für ein Wandel. Wenn Sie jemanden vor 3 oder 4 Jahren nach diesem Beurteilungspunkt befragt hätten, hätten Sie wahrscheinlich einen unverständlichen Blick erhalten. Und heute ist „er“ das Mass aller Dinge. Ich langweile Sie jetzt nicht mit Detailwerten … dennoch sind diese wichtig und längst nicht bei allen Reiseanbietern transparent gemacht. Bei der Lufthansa vermisse ich solche Angaben genauso wie in Teilbereichen der TUI. Die einen haben Angst die Kunden zu vergraulen, weil die Urlaubsbuchung durch solche Klimainfos womöglich getübt wird. Die anderen haben Angst die Kunden verstärkt in Richtung Wettbewerb zu entsenden – bei Spielverderbern bucht man nicht! Leider bleibt dann oft Intransparenz – und das ist nicht akzeptabel – selbst wenn sich jemand im Angesicht von 5 Tonnen CO2 für die Videokonferenz oder den Diavortrag im heimischen Gemeindehaus entscheidet. Hier werden dann übrigens auch die LOHAS-Motive in Kunden und Interessenten angesprochen.

Wenn ich mir die Fronten anschaue, dann pflanzt der Tourismusmanager Bäume oder gar Wälder auf Malle, zeichnet Umwelthotels aus oder unterhält gar ein einiges Umweltmanagement in der Firma. Der Ökoaufpasser drängt auf die totale CO2-Transparenz, beklagt, dass zu wenig Geld in den Zielländer bleibt, weil eben das bei den Tourismusunternehmen gebunkert wird und propagiert anderes Reisen jenseits des Massentourismus. Andere Beobachter der Szene wollen gar Fernreisen ohne langfirstige Aufenthalte verbieten, diese mit Werten und Sinn verbinden sowie eben doch häufiger die medialen Möglichkeiten nutzen. CO2-Zertifikate werden zwar als ok bewertet, gehen den meisten aber nicht weit genug – moderner Ablasshandel, Calvin lässt grüssen.

Wer also eine Fernreise tut, möge im Vorfeld seinen persönlichen CO2-Ausstoss drastisch verringern, sinnstiftend und lange vor Ort mit alternativem Reisen verbringen. Möglichst eng an den dortigen Menschen und deren Kultur. Nur für Meer, Sonne, Strand in die Ferne scheifen … das geht in Zukunft nicht mehr. Und da wären wir … bei uns zu Hause vor der Tür. Wie nun Sonne, Strand und Meer kompensieren und attraktiv werden … fragen wir uns? Lesen fortsetzen

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Der Wandel geschieht – wann kommt er bei Ihnen an?

(c) angieconscious www.pixelio.de
(c) angieconscious www.pixelio.de

Ich habe heute morgen vom meinem Nachbarn exakt um 06:52 zwei Sack mit insgesamt 10 kg Maronen oder Esskastanien auf die Hand geschenkt bekommen. … weil ich jedes Jahr welche nehme – einfach so. Eigentlich waren die immer zu unserem Schulbasar gedacht, der leider schon am vergangenen Samstag gewesen ist. Tja. Und eigentlich veranstaltet der Nachbar am kommenden Samstag einen türkischen Abend … essen Türken eigentlich Maronen? Und was hat das mit Wandel zu tun? Richtig … nichts! – ich wollte nur, dass Sie wissen, dass ich auch manchmal etwas anderes mache als Blogs zu betexten! Und ich spreche mit Mitmenschen … ab und an.

Aber ist es nicht spannend darüber nachzudenken, dass eben jener Nachbar so in 2 Stunden ins Internet gehen könnte und er würde vielleicht diese Zeilen lesen? Was ist das denn? Und wie nannte man so etwas früher? In jedem Fall würde er sich wundern …

Shift happens … der Wandel geschieht! Ich fühle mich mit diesem Satz sehr verbunden. Als nächstes schießen mir in diesem Zusammenhang zwei Filme in den Kopf, die zu „Wandel“ von JEDEM gesehen werden sollten: Unser Film des Jahres 2009: HOME und eben Shift happens … Did you know? von Karl Fisch and Scott McLeod:

Bevor Sie weiterlesen, sollten Sie einen Blick riskiert haben … wirklich. Dieser erste Film, der auf einer PowerPoint basiert, wurde rund 4 Millionen Mal angeschaut und in zahlreiche Sprachen adaptiert. Auch gibt es mittlerweile die Versionen bis 4.0 … schauen Sie einfach mal bei YouTube vorbei.

Dieser Film handelt vom Wandel. Dieser Film verdeutlicht den Wandel. Nur … Lesen fortsetzen

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Wissen gibt es jetzt überall – über das mutige Dänemark

Kennen Sie das Gefühl … wenn man redet, redet, redet … fast an sich selbst verzweifelt … fast auch an die ewig gestrigen Bremser glauben muss … sich nach realen Beispielen sehnt? Meine Frau hat mir gerade einen link weitergeleitet, der mir Hoffnung macht. Viel Hoffnung. Ein link, der auch zeigt das Präsentationen wie „Did you you know?“ nicht vergebens sind. Das wir darüber nachdenken müssen. Das Zukunft wahr werden kann im Hier und Jetzt. Und das wir unsere Bildung stärker noch als unsere Wirtschaft unter die Lupe nehmen müssen. Bald …!

Lange Rede, langer link: Internet-Nutzung bei Examen: Prüflinge googeln, wie der König heißt. In Dänemark dürfen Schüler in einem Modelversuch das Internet bei Prüfungen nutzen – berichtet die Frankfurter Rundschau. BurkinaFaso Wissen ist überall und braucht nicht mehr Platz im Gehirn zu belegen. Spätestens seit dem iPhone ist Wissen binnen Sekunden überall verfügbar. Ich brauche mir nicht das Gehirn zermatern, mutmassen oder spekulieren … ich schaue einfach nach.

Da bleibt viel mehr Platz zum Denken – und das scheint wichtig. Wichtig auch deshalb, weil im neuen Buch von Edward de Bono „Think! Denken bevor es zu spät ist“ scheinbar Platz für eine neue Software in unserem Hirn benötigt wird. Ich lese das Buch gerade und werde zeitnah über Erkenntnisse berichten.

Merke: Die Kleinen sind hier vorn … bleiben vorn?

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Neu: Checkliste Zukunftsfähigkeit

Wir haben aus unserer „Selbstpositionierung Nachhaltigkeit“ in Zusammenarbeit mit iBuisiness eine kleine Checkliste erarbeitet, die auch bei iBusiness veröffentlicht worden ist: Checkliste Zukunftsfähigkeit. Allerdings steht sie dort im Premium-Bereich – dessen Infos allerdings den Beitrag wirklich wert sind.

Die Checkliste zeigt Ihnen detaillierte Ansatzpunkte und Einblicke in die relevanten Bereiche des Themas Zukunfsfähigkeit. So sind Sie mit Hilfe dieser Checkliste in der Lage, eine erste Beurteilung Ihrer Abteilung oder Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation vorzunehmen.

Seit Einführung der SPZ-Analyse vor gut 2 Monaten haben wir eine Menge guter und interessanter Gespräche zu diesem Thema geführt, dass wirklich viele in dieser Zeit beschäftigt. Wir trafen bei diesen Gesprächen auf eine wirkliche Offenheit kritische Punkte anzuschauen und auf die Bereitschaft das Thema der Zukunftsfähigkeit auch in der gesamten Mitarbeiterschaft zu diskutieren. So erleben wir die Wirtschaft zur Zeit eher innovations- und veränderungswillig. Zeit neues Denken in neuen Strukturen zu erproben.

Über diese Dialoge haben wir mit fair society auch einen Kooperationspartner im Raum München gefunden, der sich mit Themen wie Nachhaltigkeit und CSR exellent auskennt. Auch fair society wird nunmehr die SPZ im Rahmen ihrer Projekte einsetzen bzw. auch für SPZ-Moderationen außerhalb konkreter Projekte zur Verfügung stehen.

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Unsere Mythen: Wahre Netzwerke

Nicht das Sie denken, dass die Mythen-Serie (schon) vorrüber ist, nein. Nach den Ausgaben …

… wenden wir uns heute dem Thema Netzwerke zu. Ich habe die Ergänzung „wahre“ dazu setzen müssen, weil dieses Wort so einen schönen Kontrast zu „Mythen“ bildet. Finde ich.

Bevor Sie jetzt tiefer in diese Zeilen eintauchen, überlegen Sie doch mal welche Netzwerke Sie besitzen und wie gut diese für sie arbeiten bzw. ob diese Sie auch auffangen würden. Wir kommen später darauf.

Fischer und Netze (c) LotharHenke www.pixelio.de
Fischer und Netze (c) LotharHenke www.pixelio.de

Früher gab es Netzwerke, die man in Adressbücher schrieb. Da war es wichtig, sich alle paar Monate mal zu melden, zu hören, wie es so steht und geht. Heute hat jeder ganz viele Netzwerke – oder besser er ist ein Teil dieser virtuellen Netzwerke. Das Adressbuch heute heißt Twitter, Facebook, XING, MySpace … und es werden in dieser Aufzählung viele Namen fehlen. Man braucht auch nicht mehr zum Telefon zu greifen, heute schreibt man einfach was man gerade so tut, an was man denkt. Das führt auch dazu, dass ganz viele Nachrichten aus seinen Netzwerken über den Bildschirm flattern. Einige der „Freunde“ hat man noch nicht einmal persönlich gesprochen, geschweige denn, dass man wüßte woher man sie kennt.

Damals wie heute gibt es auch persönliche Netzwerke, in deren Kreis man sich persönlich trifft. Business-Clubs, Verbände, …. doch meistens gibt es eine sehr hohe Überlappung mit den „Freunden“ in den Online-Netzwerken … schließlich will man diese virtuellen Netzwerke ja auch füllen, mit seinen Freunden glänzen und sucht eben jene Menschen, die man kennt, auch dort. Alle!

Kommen wir zum Wort „wahre“. Die Eingangsfrage Lesen fortsetzen

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Eine kurze Geschichte über Open Innovation, Prosumenten und Wissen.

Open Innovation … gibt es da eigentlich eine Übersetzung des von Henry Chesbrough geprägten Begriffes? Offene Innovation, Offene Erneuerung?

 „Innovation ist die Fähigkeit, dass was man gerade tut in Frage zu stellen und nach Wegen zu suchen es besser zu machen!“

(c) hmeberhardt www.pixelio.de
(c) hmeberhardt www.pixelio.de

So habe ich das um 1989 herum mal gelernt (was für eine Erkenntnis am 20. Jahrestag des Mauerfalls). Schon damals befasste sich diese Schilderung nicht nur mit Produkten – sondern war gleichmassen dafür offen auch Prozesse mit in diese Definition und damit in die Innovation an sich mit einzubeziehen. Nur: Leider denken bisher so sehr wenige.

Offene Innovation ist demnach die Fähigkeit, dass was man gerade tut in Frage zu stellen und überall nach neuen Wegen zu suchen und zu dieser Suche alle Menschen einzuladen, um gemeinsam Ansätze zu finden es besser zu  machen.

Oder?

Diese Menschen, die wir da suchen, sind dann die sog. Prosumenten: eine hybride Form zwischen Produzent und Konsument, der in die Wertschöpfungketten und damit auch in die Innovationsprozesse von Unternehmen und Organisationen hinein greift. Wahrscheinlich tragen diese Prosumenten dann auch sehr ausgeprägte LOHAS-Motive in sich. Wenn wir es also richtig anstellen, gibt es so in 10 Jahren nur noch Prosumenten und damit dann auch nur noch innovationsdurchdrungende Organisationen.

Ein Haken ist leider dabei: Prosumenten wachsen nicht auf Bäumen, Lesen fortsetzen

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Nachhaltiger Tourismus – oder eher zukunftsfähiger Tourismus?

Das Thema Tourismus haben wir hier schon vielfältig bewegt – uns so z. B. um den Me too Effekt gekümmert. Auch in Sachen Nachhaltigkeit gab es so einiges – so z. B. Licht zu der Frage Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?. Und zur Zukunftfähigkeit? Auch da gab es etwas … einen Beitrag dazu, wie Zukunftsfähigkeit bewertet und gemessen werden kann.

Nach der Ebbe kommt wirklich die Flut?
Nach der Ebbe kommt wirklich die Flut?

 

Hier soll es nun um alle drei Begriffe gehen: Tourismus, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Liest sich vielleicht etwas schwierig, ist aber im Grunde ganz einfach: Nachhaltigkeit ist ein schöner Begriff, vielfältig besetzt und hat immer etwas damit zu tun, die Welt zu retten – oder mehr oder weniger davon. Das ist gut. Nur ist die Definition und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen um so schwieriger. Wir wissen aus langjährigen Erfahrungen mit solchen Nachhaltigkeits-Projekten, dass Nachhaltigkeit eben kein alleinstehendes oder singuläres Handlungsfeld sein kann! So geht es nicht darum eine Firma oder eine Organisation oder ein Individuum nachhaltig zu machen, sondern vielmehr zukunftsfähig. Zukunftsfähigkeit ist ein konkretes Ziel und steht in unserer Definition für die Handlungsfelder

Innovation | Nachhaltigkeit | Wissen

beeinflusst durch Vertrauen und Transparenz. Zukunftsfähigkeit beinhaltet konkrete Ziele und – das ist sehr wichtig – Zukunftsfähigkeit ist mittelbar messbar!

So sprechen wir von zukunftsfähigen Menschen, zukunftsfähigen Unternehmen und zukunftsfähigen Organisationen. Und es gibt einen Bereich, der mehr als andere diesen Zusatz nötig hat:

zukunftsfähiger Tourismus.

Dieser „neue“ Tourismus sollte Lesen fortsetzen

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Die Schule des Lebens

Diesen Artikel möchte ich mit einem Satz von Anton Tschechow überschreiben:

„Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertigmacht!“

Sehen Sie das auch so … könnte ich fragen – mache ich aber erst am Ende des Artikels.

Kennen Sie „Die Schule des Lebens“? Der Mitgründer Alain de Botton ist jedenfalls vielen ein Begriff. Ich kannte Sie nicht und habe gerade im ZEIT-Magazin Nr. 43 einen Erfahrungsbericht zu dieser Einrichtung gelesen. Just 10 min später chatete ich mit einem guten Freund. Der kannte die Schule sehr gut und hat vor rund einem Jahr gerade die Eröffnung bei seinem letzten London-Aufenthalt verpasst. Zufälle … gibt es eben nicht!

(c) knipseline pixelio.de
(c) knipseline pixelio.de

Was verbinden Sie mit der Schule des Lebens? Kreativität im Alltag? Meisterliches für die Krise? Hinsehen vielleicht? Oder zuhören? Kaderschmiede für Krisenkinder? Es ist wohl von all dem ein Stück. Den Gegenüber wahrnehmen, seine Sichtweise versuchen. Viel Menschliches und Zwischenmenschliches, was oft aus unserem Leben und der Gesellschaft heraus gedrängt wird. Deshalb brauchen wir wohl wirklich eine Schule des Lebens.

Krise ist Normalität – denn die Menschheitsgeschichte ist eine einzige Krise. Wieso reden also alle besonders darüber? Und in der Dauerkrise darf nichts Spaß machen, darf kein „warum eigentlich?“ gefragt werden. Finden Sie Parallelen dazu im deutschen Hier und Jetzt?

Der liebe Alain dreht alles um … und spricht dadurch viel Wahres aus, dass nur niemand hören mag. Komisch. Mir geht es oft genauso: Ich nehme etwas wahr, wundere mich … spreche es letztlich aus. Warum? Weil es authentisch ist und weil es mich bewegt. Nur das kommt fast immer ganz schlecht an. „Bereitet Euch auf das Scheitern vor! – Prepare to fail!“ ist so aus meiner Sicht ein offener und guter Rat von de Botton. Hat ihn jemand den Quelle-Mitarbeitern – als es noch nicht zu spät war – übermittelt? Natürlich nicht. Warum eigentlich nicht?

Ich denke jetzt ernsthaft darüber nach, auch eine Schule des Lebens zu gründen. Schließlich will ich einmal reich werden und das Potential sehe ich als gigantisch an. Nicht nur in Deutschland. Kommen Sie zu mir! Ich bringe Sie weiter und nach zwei Tagen sehen Sie alle Dinge viel entspannter und lockerer. Sie werden ein anderer Mensch sein, können Ihre Pillen in den Müll werfen, Ihren Seelenklempner verjagen und die Ratgeberseiten in Freundin und Brigitte einfach so ignorieren. Ich mache Sie stark. Das ist das was Sie von mir bekommen – für nur Euro 500.- pro Tag ein echtes Schnäppchen.

 Denken Sie darüber nach und verbringen Sie einen gräßlich stressigen Rest-Alltags-Nachmittag. Schließlich macht der Alltag uns alle fertig … oder wie sehen Sie das?

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Ich sehe was, was Du nicht siehst … und das ist LOHAS!

Andere, neue Perspektiven auf diesen Begriff

Hintergrund

Wie viele LOHAS-Studien sind Ihnen bekannt? Haben Sie überhaupt schon einmal von diesem Konsumtyp gehört? Einige nennen ihn auch LOHA und lassen dabei das wichtige „sustainability“ wegfallen. Dann ist es nur noch ein „Lebensstil, der sich nach Gesundheit und …“ ausrichtet. Punkt-Punkt-Punkt.

(c) Rebel pixelio.de
(c) Rebel pixelio.de

Nachhaltigkeit ist abgenutzt, reißt buchstäblich keinen vom Hocker. Innovation auch. Und von den LOHAS mag man auch nicht mehr so gerne hören. Das liegt auch dran, dass sich die wenigsten unter Innovation, Nachhaltigkeit und eben auch nicht unter LOHAS etwas Greifbares vorstellen können. Was soll das alles sein, wo läuft es mir am Tag über den Weg?

So könnten wir eben gemeinsam „Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist … LOHAS“ spielen.

Nicht auszumachen und doch ist es da

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch. Ich schaue aus dem Fenster … und sehe Wald. Die Elbe. Häuser. Dazwischen … auch einige wenige Menschen. Und ich sehe LOHAS. Dazu reicht es schon in den Spiegel zu schauen. Probieren Sie es doch einmal aus. Und … sehen Sie auch LOHAS? Natürlich tun Sie das, weil immer dann, wenn Sie Menschen betrachten, sehen Sie auch LOHAS. Allerdings sollten diese Menschen schon älter als 2 oder 3 Jahre alt sein.

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Leuchttürme der Nachhaltigkeit …

… gibt es sicher viele. Nur: Wie viele davon können Sie besuchen? An wie vielen können Sie Know-how zum Thema tanken, sich mit Gleichgesinnten austauschen und Impulse aufnehmen?

... noch hinterm Deich!
... noch hinterm Deich!

Wir möchten zusammen mit der Nordelbischen Kirche (NEK) eben versuchen Nachhaltigkeit zu verorten, Zukunftsfähigkeit anfassbar zu machen. Unsere Orte liegen im Norden Hamburgs und in Nordfriesland in der Nähe von Husum. Beide Orte sind von der UN als BNE-Bildungsstätten zertifiziert. BNE ist die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und laut Wikipedia „ist BNE ein normatives Bildungskonzept mit dem Ziel, dem Individuum zu ermöglichen, aktiv an der Analyse und Bewertung von nicht nachhaltigen Entwicklungsprozessen teilzuhaben, sich an Kriterien der Nachhaltigkeit im eigenen Leben zu orientieren und nachhaltige Entwicklungsprozesse gemeinsam mit anderen lokal wie global in Gang zu setzen.“

Wo also könnten wir besser Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit verorten? In der letzten Woche haben wir einen ersten Workshop zum diesem Thema durchgeführt und spannende Ansätze mit dem Mitarbeitern der Einrichtung erarbeitet. Spiritualität 2.0 war nur eines von ganz vielen Diskussionsthemen. Wir haben uns gemeinsam mit der Nordelbischen Kirche auf den Weg gemacht … und auch das Bau von Brücken zwischen Wirtschaft und Kirche wird ein zentrales Thema sein.

Gerne informieren wir Sie im persönlichen Gespräch über Details und halten Sie über den Prozess auf dem Laufenden.

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Unsere Mythen: CSR

Das wird jetzt eine ganz harte Nuss – glaube ich. Eigentlich finde ich den Titel dieses Artikels schon nicht gelungen. Warum? Na der eine schreibt von CSR, ein anderer von Nachhaltigkeit, der Dritte von sozialem Engagement und der vierte von Sponsoring. Was ist es denn nun, über das ich hier diese Mythen-Serien fortsetzen möchte? Nennen wir es ruhig einmal CSR.

Bandagen-Wäsche (c) fizzy-the-fish www.pixelio.de
Bandagen-Wäsche (c) fizzy-the-fish www.pixelio.de

Die Unternehmensberatung Ernst & Young hat vor nicht allzu langer Zeit im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass Deutschland in Sachen CSR bestens aufgestellt ist … allerdings ausschließlich auf dem Papier! Vielleicht sind es eben diese CSR- oder Nachhaltigkeitsberichte, gegen die ich eine Abneigung verspüre. Ich habe zur Einstimmung auf diese Zeilen einmal den aktuellen CSR-Bericht der Deutschen Post / DHL gelesen – wobei das Beispiel wohl beliebig und unter großen Unternehmensnamen austauschbar ist.

Nach 60 Seiten dieses Berichtes, die ich nur querlesen und auf mich wirken lassen habe (nach einigen Stichwörtern habe ich aber auch gezielt gesucht) sollte ich den Verfassern eine 1 geben: Tolle Bilder, lachende Mitarbeiter, Kapitel über Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Dazu viel Verantwortung, Führungskräfte, die Vorbilder sein sollen und ganz viel heile Welt. Lesen fortsetzen

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Wir haben den Wahlkampf und die Parteien, die wir verdienen!

Nicht das Sie denken, dass das hier jetzt so ein Politik-Blog wird, oder so. Eigentlich trieben mich nur die Gespräche rund um den Artikel meines Partners Politik ohne Mut und jenseits der Realität um. Solange, bis ich heute morgen auf einen Artikel von Richard David Precht, seines Zeichnens Philosoph und Schriftsteller, in der ZEIT Nr. 38 gestoßen bin. Damit ist das umtreiben jetzt vorbei.

DSC_8208So schreibt Precht zu maulenden, politikverdrossenen Wählern, die noch dazu unzufrieden sind: „[…] Die mangelnde Solidarität ist die Folge unseres Wirtschaftens, die Folge einer guten Herrschaft. Dies auszusprechen scheint ebenso zwingend wie tabu. Wenn jeder anders als die anderen sein will, gibt es kein Wir mehr. „Wir“ – das sind immer die anderen. Markt- und Markenwirtschaft erzeugen kein Zusammenhörigkeitsgefühl, sondern moralische Zeitarbeiter ohne Milieubindung. Identität wählen zu können bedeutet, keine mehr zu haben und keine zu erlangen. Die Konsumindustrie lebt davon, dass ihre Produkte pausenlos veralten. Nach kurzer Zeit ist alles alt und ersetzungsbedürftig. Kein Wunder, dass eine Bedarfsweckungsgesellschaft sich hinter keiner Parole mehr versammelt. […] Die paradoxe Gleichung unserer radikalisierten Individualität ist unverkennbar. Wenn Individualität bedeutet, sich selbst treu zu bleiben, und Identität, seinen Werten treu zu bleiben, so gilt: je mehr Individualität, umso weniger Identität. […]“

Haben wir die Parteien selbst zu dem gemacht was sie heute sind? Haben wir gar nach dieser Entwicklung verlangt? Lesen fortsetzen

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Me too im Tourismus schafft keine Perspektiven

Wir beschäftigen uns schon länger mit Perspektiven für den Tourismus. Besser vielleicht mit nachhaltigem Tourismus. So verfolgen wir Projekte wie Garmisch-Patenkirchen, die Entwicklung in Östereich und die in Bayern. Auch auf die Ost- und Nordseeküste haben wir ein waches Auge. Dabei zeigen sich uns, insbesondere in der derzeitigen Situation von teils stark rückläufigen Buchungen, spannende Momente.

(c) promifotos.de www.pixelio.de
(c) promifotos.de www.pixelio.de

Diese spannenden Momente sind deshalb spannend, weil wir kaum glauben können, was wir sehen: Im Bereich der Berg- bzw. Alpin-Destinationen wird kopiert, kopiert, kopiert. Nebenbei auch ein wenig gejammert und einige verstehen die Welt (oder ihre Ex-Kunden) nicht mehr. Ganz groß im (Kopier-)Trend sind zur Zeit Klettergärten, Rutschseilbahnen und andere Action-Spaß-Attraktionen, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben keine Verbindung zur Destination und deren Standort – und sind total austauschbar und beliebig, nicht Identitäts-stiftend. Auch Helgoland könnte eine solche Rutschbahn die Lange Anna hinunter bauen.

Österreich ist in diesem Fall Vorbild. Allen voran der Sommerfunpark in Fiss, der nicht nur diese Seilbahnrutsche hat, sondern auch einen Freifallturm und diverse andere Jahrmarktattraktionen. Aber auch der Achensee und Pinzgau sind bereits entsprechend gerüstet die Sommertouristen zu locken.

Und jetzt will man es denen in Österreich in Deutschland endlich richtig nachmachen: Garmisch und Bayrischzell rüsten sich … und wer weiß wer noch alles. Und vielleicht ist es ja auch schlau das zu tun. Vielleicht aber auch nicht.

Als Nachhaltige setzen wir in Sachen Tourismus die Schwerpunkte auf

DIALOG & IDENTITÄT.

Und eines ist sicher: Keine dieser beschriebenen Jahrmarktsattraktionen zahlt auf diese Punkte ein. Im Gegenteil – mit jedem neuen Ort, der eine solche Rutsche oder einen solchen Klettergarten hat, versinken auch alle anderen Stück für Stück wieder in der Beliebigkeit. So geht die Authentizität der Destination und damit auch Ihre (Rest-)Identität immer weiter verloren. Kribbelte es in Garmisch, Fiss, im Heide-Park oder auf Helgoland im Bauch?

Me too – ist aus unserer Sicht keine Perspektive. Vielmehr brauchen Destinationen die zukunftfähig sind eine Geschichte, orginäre Angebote und Alleinstellungsmerkmale, die eben nicht einfach von anderen kopiert werden können. Und es ist überhaupt nicht schwer, diese Alleinstellungsmerkmale zu finden und umzusetzen – ein Blick in Richtung der eigenen Wurzeln würde schon viel in diese Richtung bringen. Suchen Sie sich als touristische Destination Ihren eigenen Weg … bitte!

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Unsere Mythen: Abschlüsse und Zeugnisse

(c) S. Hofschläger www.pixelio.de
(c) S. Hofschläger www.pixelio.de

Wir definieren uns über Papier: Diplome, Zeugnisse, Reifezertifikate und Abschlüsse. Mehr als der persönliche Austausch zählt eben dieses Papier. Und es gibt so viele gute Gründe dafür: Selektieren, Zeit sparen, eingrenzen, Verantwortung abgeben und immer wieder – wie auch in vielen anderen Bereichen – die Sehnsucht nach Messbaren und Vergleichsmöglichkeiten. Nur: Wird das auch in Zukunft möglich und sinnhaft sein?

Frau Schickedanz klagt zwar über Existenzängste, viele Medien strapazieren den Risiko-Vergleich zwischen Unternehmer und angestelltem Top-Manager aber, so wird auch berichtet, dass Frau Schickedanz ihren neuen Vorstand vor der Einstellung noch nicht einmal persönlich kennen gelernt hat. Wie ist das möglich? Wurde er von einer Unternehmensberatung empfohlen, hatte er vor 25 Jahren ein 0,5 Abi oder hat die Personalabteilung alle ihre Hände ins Feuer gelegt? Möglich wäre auch, dass der Medienleumund so gut war, dass sie ihn ohne Sichtung vom Fleck weg engagiert hat.

Neues Denken in neuen Strukturen – oder Enterprise 2.0 – hängt ihnen nach dem 3. Artikel dieser Mythen-Serie vielleicht schon zum Hals raus. Aber eine Beurteilung und Einschätzung von Menschen OHNE die massgebliche Begutachtung von Zeugnissen und Abschlüssen fällt in eben dieses Thema. Ein weiteres ganz praktisches und anfassbares Beispiel für Wandel. So völlig unabstrakt.

Bei einem unserer Workshops im Frühjahr diesen Jahres in Kooperation mit Stellenanzeigen.de und dem eco Verband in Sachen Personal- und Einstellungspolitik gab es einige Äußerungen und Feststellungen in diesem Bereich, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: Lesen fortsetzen

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Unsere Mythen: Gehaltstransparenz

Ein schönes Enterprise 2.0-Thema. Und von der Sache her betrachtet ein einfaches dazu. Jeder weiß was jeder in der Firma verdient – monetär betrachtet. So kann sich jeder auch direkt vergleichen, von anderen in seiner Leistung bewertet werden. Und ich behaupte, dass eine solche Gehaltstransparenz gleichzeitig auch das Vertrauen untereinander stärkt.

(c) knipseline www.pixelio.de
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Wieviel Energie, die in „normalen“ Firmen für Spekulationen und Vermutungen rund ums Geld verbraucht wird, könnte hier gewinnbringend für innovative Projekte eingesetzt werden? Beziffern Sie das doch einmal für Ihre Firma. Aber bitte vermeiden Sie – wie im vorhergehenden Artikel zu unserer Mythen beschrieben, geldliche Leistung mit zeitlicher Anwesentheit zusammen zu bringen.

Ich habe sowohl in einem Konzernumfeld als auch im Mittelstand gearbeitet. In keinem dieser Betriebe war Gehaltstransparenz ein Thema. Ganz im Gegenteil Lesen fortsetzen

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Unsere Mythen: Der Zusammenhang von Arbeitsqualität und Arbeitszeit

Das hier ist der erste Beitrag zu Mythen, die uns in der Arbeitswelt umgeben. Wir greifen diese deshalb in einer kleinen Serie auf, weil wir häufiger über neues Denken in neuen Strukturen sprechen und sich Zuhörer darunter mitunter nichts Konkretes vorstellen können. „Der Wandel geschieht – Shift happens“ und das Aufräumen unter den Mythen dieser Welt ist sicher ein wichtiger Teilprozess. Seien Sie gespannt auf die nächsten Teile oder teilen Sie uns doch einfach einmal pro-aktiv mit, wo Sie selbst mit Mythen ins Gericht gehen würden. Doch jetzt zunächst zum Mythos Arbeitszeit.

(c) B. Eckholt www.pixelio.de
(c) B. Eckholt www.pixelio.de

Ich bin ein Konzernkind. In meinem Konzern war es sehr wichtig mächtig viele Überstunden auf dem Konto zu haben. Dabei wurden täglich die über 10 Stunden hinaus gehenden Aktivitäten schon von vornherein gestrichen. Als akademische Führungskraft gehörte es zum guten Ton mindestens 300 Stunden „plus“ auf der Uhr zu haben – obwohl man ja nur 2,5 pro Tag machen konnte. Selbst ich als einfacher Angestellter habe mir einmal unter der Androhung sämtliche Überstunden mit Gleittagen „abzufeiern“ damals noch 10.000 Deutsche Mark für 240 Stunden auszahlen lassen – der Rest verfiel einfach. Soweit die Einleitung zu diesem schönen Thema und Mythos, die allerdings in den 90er Jahren angesiedelt war. Lesen fortsetzen

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Neue Leitbilder … Gedankenansätze.

Wir haben gerade letzte Woche einen Artikel für das im September erscheinende Lifefair-Magazin (pünktlich zur Messe Lifefair in Zürich) fertig gestellt:

„Eine Portion Leitbilder bitte! – Über die Bedeutung von Identität, Dialog und Nachhaltigkeit für kommende Generation“

Wir gehen darin u. a. der Frage nach, ob es für die Digital Natives (geboren zwischen 1972 und 1997) als junge Generation überhaupt noch Leitbilder oder Protagonisten gibt, an denen sie sich orientieren können, die für ihre Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken einstehen. Heute habe ich dazu einen Artikel in der aktuellen ZEIT Nr. 30 gefunden.

Kassaei Eigentlich ist es eher ein Portrait als ein Artikel – aus der Rubrik „Was bewegt … Amir Kassaei?“ von Christine Weissenborn. Wer Amir Kassaei nicht kennt: Er ist der Vorstandsprecher des ADC (Art Directors Club), Kreativchef der Agentur DDB Deutschland und nebenbei in der Rangliste „The Big Won“ einer der drei kreativsten Menschen der Welt. Er ersahn Horst Schlämmer und zahlreiche andere dekorierte Kampagnen u. a. für Nike, Henkel und die deutsche Bahn. Und Amir Kassaei ist ein Springer & Jacobi Zögling, aus der Zeit, als die noch Spitze waren. So bezeichnet er sich selbst auch als „Ziehsohn“ von André Kemper.

Nun, taugt so jemand als Leitbild, habe ich mich gefragt? Lesen fortsetzen

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Hat leider nicht geklappt …!

Egal, Hauptsache Du hast es probiert. Danke dafür! Und die Erfahrungen aus diesem Projekt kann Dir keiner nehmen. Sieh das Scheitern doch einfach einmal als Lernprozess …

Arbeitslos, ehelos, insolvent, bankrott, … es gibt sehr viele Arten zu scheitern, allerdings nur wenige Formen das zu thematisieren. Rot und schwarz, gerade und ungerade – wie beim Roulette so ist auch im Leben: Gewinnen und Verlieren ausgeglichen – auch wenn es nicht so scheinen mag. Und obwohl es sich um intensive Erlebnisse handelt, sprich keiner darüber, wird das Scheitern in der Gesellschaft als Tabu behandelt.Wenn wir uns diese Verdrängung von einer anderen Seite anschauen, verwundert es denn auch nicht, dass es uns an Leitfiguren und Protagonisten fehlt. Denn wer nicht scheitern darf, der riskiert auch nichts. Obwohl Scheitern Teil des Lernens ist, bekommen die, die gescheitert sind, keine Kredite mehr (mittlerweile bekommt keiner mehr einen Bankkredit!), werden gemieden, empfehlen sich damit kaum für eine Anstellung. Lesen fortsetzen

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Realität ist das Ergebnis unserer Wahrnehmung.

Keine Angst es wird nicht wissenschaftlich in diesem Artikel … nur soviel Hintergrund wie gerade nötig. Die Überschrift dieses Artikels beschreibt etwas, was auch Konstruktivismus genannt wird und eben erklärt wie Menschen die Welt wahrnehmen und sehen.

(c) rainersturm www.pixelio.de
(c) rainersturm www.pixelio.de

Ich hatte schon vor 3-4 Jahren intensiv Kontakt mit dem Konstruktivismus – damals haben wir den sogenannten Bauchgefühl-Monitor entwickelt und in mehreren Praxisanwendungen u. a. für ein Hotel und das Hamburger Abendblatt getestet.

Aber um jetzt pragmatisch zu werden: Was ist denn nun so wichtig an diesem sperrigen Wort? Zwei Dinge:

A – Im Konstruktivismus spricht man von Motiven im Menschen, die seine Handlungen beeinflussen und steuern. LOHAS ist so keine Zielgruppe in der klassischen massenmedialen Definition Lesen fortsetzen

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Die LOHAS zu Gast im Siechenhaus – was kann das geben?

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Gute Stimmung in Bregenz: Oliver Selaff, Dr. Jutta Zorn-Schnötzinger (Brainpool), Klaus Kofler, Silvia Nussbaumer (Wirtschaftszeit.at)

Nach unserem Gastspiel im hohen Norden bei Kiel ging es anschließend knapp 900 Kilometer gen Österreich – genauer gesagt zu einer Veranstaltung des Marketingclubs Vorarlberg nach Bregenz. Dort waren wir eingeladen um über das Thema LOHAS zu referieren. Im Gegensatz zu dem BNE-Workshop waren dort ausschließlich Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen der Vorarlberger Wirtschaft und Industrie vertreten.

Nun sind Vorträge über LOHAS nicht wirklich einfach: Man kann so viel über diese vermeintliche Zielgruppe lesen, die Meinungen und Wahrnehmungen gehen weit auseinander und überhaupt können die wenigsten diesen Begriff fassen, sich konkret etwas dazu vorstellen. Beste Voraussetzungen für einen spannenden Abend mit spannenden Diskussionen. Lesen fortsetzen

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Risiko, Innovation und Zukunft

Risiko oder ZukunftEinige von Ihnen werden diesen Artikel von vielleicht schon kennen, dennoch möchte ich dieses Thema hier nochmals in Auszügen aufgreifen – weil wir Perspektiven aufzeigen möchten, die eben in diesen Themenbereichen liegen:

[…] Die Herausforderung, die es zu meistern gilt, ist die es anders zu machen. Anders als die letzten Jahre, anders als vor der Krise und anders als überhaupt irgendwann. So helfen klassische Mittel wie erhöhte Werbung, günstigere Preise oder massive PR derzeit wenig, Käufer und Umsatz zu gewinnen oder gar akute Misswirtschaft aufzufangen – das Sicherheitsnetz ist zerschnitten. Die heutige Herausforderung besteht im Wesentlichen darin, den Kunden in den Mittelpunkt seines Unternehmens und des damit verbundenen Denken und Handelns zu stellen. Einfach so und ohne wenn und aber. Und es geht darum dem Kunden zuzuhören und ihm bewusst zu machen, was das Besondere an Ihren Produkten oder Leistungen ist. Was der Kunde davon hat, wenn dieser eben diese Leistungen oder Produkte in Anspruch nimmt. Konkret: Hören Sie Ihren Kunden gut zu und formulieren Sie anschließend den individuellen Ego-Benefit Ihrer Leistungen. Genau in diesem (Verhaltens-)Bereich liegt heute die Innovation. Zur Überraschung vieler ist das auch ein Bereich, der mit lernen zu tun hat. Denn vor dem Neuen Denken steht das Lernen. Junge von Alten und neu: Alte von Jungen. Kunden von Kunden. Unternehmen von Kunden. Lesen fortsetzen

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HOME … Film des Jahres?

Hannes Treichl von ANDERS|denken hat mich auf diesen Film aufmerksam gemacht: HOME. Ein Film über UNSERE Welt. Mit fazinierenden Bildern. Mit Schrecken. Mit Schönheit. Und mit Lösungen.

Ein Film über uns.

Ein Film auch über DICH!

Dieser Film hat kein Copyright und kommt ohne Schauspieler aus.

Er lebt von Stimme und Bildern.

Hier die Quellen für den Film:

… HOME auf YouTube.

… HOME auf Wikipedia.

… HOME auf amazon zum Kaufen.

… HOME im ANDERS|denken Blog

Und warum auf Trends & Wege? Ganz einfach: Weil es hier auch um Nachhaltigkeit geht … und um Impulse. In diesem Fall der große Impuls, die Welt mit positiven Augen zu sehen.

Mein Film des Jahres auf jeden Fall … er mich bewegt und Dinge gezeigt, die mir so nicht klar waren … Permafrost und Methan – was für eine schlafende Zeitbombe. Und wir haben nur noch 10 Jahre Zeit das nächste Kapitel richtig zu schreiben. Wir!

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